Salzburg-Erfolgsstory soll gegen Hartberg prolongiert werden

In der vierten Runde der Fußball-Bundesliga will Meister und Tabellenführer Red Salzburg am Samstag gegen Aufsteiger Hartberg seine „Weiße Weste“ verteidigen. Verfolger St. Pölten gastiert bei Wacker Innsbruck und der WAC in Mattersburg. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell der Europacup-Starter LASK und Rapid. Vizemeister Sturm will sich gegen Altach rehabilitieren, die Austria empfängt Admira.

„Der Fußball schreibt eigene Geschichten, wir wollen unsere weiterschreiben und zeigen, dass wir gut drauf sind“, sagte Salzburg-Trainer Marco Rose vor dem Duell mit dem Aufsteiger. Auch Hartberg-Coach Markus Schopp hat sich einiges vorgenommen: „Wir wissen um die Stärken von Salzburg. Wir werden uns auch dort nicht verstecken, wollen genauso mutig auftreten wie in den ersten Spielen und versuchen, unsere eigenen Qualitäten auszuspielen und uns so teuer wie möglich zu verkaufen“.

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Wacker Innsbruck empfängt mit St. Pölten das Team der Stunde in der Bundesliga. Tirol-Coach Karl Daxbacher zollte seinem Ex-Verein für die momentane Form Respekt: „Sie haben im Vergleich zur Vorsaison praktisch eine neue Ära eingeleitet, aber auch wir haben durch unseren Sieg die Überzeugung bekommen, dass wir in der Liga mithalten können.“ Sein Gegenüber vertraut auf sein bewährtes Konzept: „Es ist kein Geheimnis, wir müssen tun, was alle Clubs tun müssen: Dieselbe Bereitschaft an den Tag legen wie in den Spielen zuvor“, betonte Dietmar Kühbauer.

Der SV Mattersburg steht gegen den Wolfsberger AC schon unter leichtem Druck. Nach der knappen Heimniederlage gegen Salzburg trotz starker Leistung und der Pleite bei Aufsteiger Hartberg stehen für Mattersburg weiterhin nur die drei Punkte vom Auftakt in Altach zu Buche. Die Kärntner kommen hingegen nach vier Punkten gegen die Wiener Großclubs aus den letzten beiden Spielen mit breiter Brust ins Burgenland, warten in Mattersburg nach acht Versuchen aber noch auf den ersten Sieg.

Mit Rapid und dem LASK messen sich am Sonntag in Pasching jene beiden Teams, die sich zuletzt in der Europa-League-Qualifikation von ihrer besten Seite gezeigt haben. Die Hütteldorfer nehmen den Schwung vom 4:0-Kantersieg gegen Slovan Bratislava mit, die Linzer müssen trotz 2:1-Erfolgs das bittere Out gegen Besiktas Istanbul wegstecken. „Der Sieg war wirklich wichtig, es war enormer Druck da, und die Mannschaft hat eine deutliche Antwort gegeben“, sagte Rapids Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel. Für LASK-Trainer Oliver Glasner ist die Devise klar: „Es ist an der Zeit, dass wir gegen Rapid gewinnen“, betonte der 43-Jährige.

Die Nachwehen der 0:5-Blamage gegen AEK Larnaka sind hingegen bei Sturm Graz bei der Rückkehr aus Zypern am Freitag spürbar gewesen. „Wir haben gestern kläglich versagt und wollen am Sonntag etwas gut machen“, sagte ein „geknickter“ Heiko Vogel vor dem Heimspiel gegen den SCR Altach. Altach-Trainer Werner Grabherr möchte „die Aufgaben erledigen.“ Der Trainer der Vorarlberger, die mit nur einem Punkt auf dem letzten Platz liegen, spekuliert damit, dass die Doppelbelastung der Grazer einen gewissen Vorteil bringen könnte.

Nach zwei verunglückten Gastspielen steht auch die Wiener Austria in der noch jungen Saison bereits unter Erfolgsdruck. Drei Zähler haben die Wiener vor dem Duell mit der Admira erst angeschrieben. Trainer Thomas Letsch gab vor dem zweiten Liga-Auftritt in der neuen Generali Arena den Optimisten. Er spüre in seiner Mannschaft nicht nur den „völligen Fokus“ auf die Partie, sondern auch einen Schuss Lockerheit. Admira-Trainer Ernst Baumeister schanzte seinem Ex-Verein Austria naturgemäß die Favoritenrolle zu: „Sie werden zu Hause zeigen, dass sie gewinnen wollen.“ Seine Mannschaft sieht Baumeister auf gutem Weg.