Salzburger Festspiele „wollen keine Ausnahme“ in Coronakrise

„Wir wollen keine Ausnahme haben“, sagte die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, am Sonntagabend in der ORF-2-Diskussionssendung „Im Zentrum“.

„Entweder dürfen – unter der Priorität der Gesundheit – alle aufsperren oder niemand.“ Sie habe jedoch den Verdacht, „dass so ziemlich allen Politikern zweit- bis drittrangig ist, was mit Kunst und Kultur ist.“

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Rabl-Stadler deutete an, welche Szenarien derzeit bei den Festspielen angesichts der Corona-Pandemie geprüft würden: großzügigere Bestuhlung am Domplatz oder in der Kollegienkirche etwa, oder ein ausschließliches Ansetzen von Stücken ohne Pause.

Sie wünsche sich wie viele andere allerdings „mehr Ehrlichkeit“ von der Politik, um Klarheit darüber zu bekommen, ob etwa Indoorveranstaltungen voraussichtlich erst im kommenden Jahr möglich sein würden: „Die Leute sehnen sich nach einem Signal!“

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Ein solches Signal sendete Eva Blimlinger, Kunst- und Kultursprecherin der Grünen und Vorsitzende des parlamentarischen Kulturausschusses, aus.

Über die 20-Quadratmeter-Regel zu reden, sei populistisch, es gehe vielmehr um eine Differenzierung zwischen Freiluft- und Indoorveranstaltungen: „Es geht: Freilufttheater und ein Fußballspiel. Nicht geht: Oper drinnen und ein Volleyballmatch.“

Kabarettist Viktor Gernot kündigte an, dass es am Montag, einen Termin von Kabarettisten bei Kunst- und Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) geben werde.

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