Salzburgs Super-Bullen wollen auch LASK überrennen

In der Bundesliga-Meistergruppe steht am Sonntag (19.30 Uhr) ein Highlight an. Spitzenreiter Salzburg empfängt mit dem LASK das beste Team des Grunddurchgangs. Die zuletzt schwächelnden Linzer haben bereits im Februar drei Punkte aus Salzburg entführt und hoffen auf eine weitere Überraschung. Die weiteren Paarungen der Runde lauten Rapid – WAC und Hartberg – Sturm Graz.

Nicht lange ist es her, da war die Partie Salzburg-LASK wohl bei vielen noch als großes Duell um den Meistertitel extradick im Spielplan angestrichen. Nach dem Sechs-Punkte-Abzug für den LASK und dem verpatzten Start der Oberösterreicher in die Meistergruppe ist davon aber nichts mehr übrig. Während Salzburg mit großen Schritten auf das nächste Double zusteuert, müssen die in der Hinrunde überzeugenden Athletiker um die erneute Europacup-Qualifikation bangen.

Für Salzburgs Trainer Jesse Marsch ist der LASK aber unverändert eine “Super-Mannschaft”, die ihm großen Respekt abnötigt. “Wir haben jedes Spiel gekämpft und gelernt, wie gut sie sind”, sagte der US-Amerikaner. “Sie haben Schwierigkeiten jetzt, aber wir verstehen das. Wir hatten die gleiche Situation im Februar.”

“Vielleicht ist es gut, dass die Konzentration wieder schnell hochgefahren wird für Salzburg”, freute sich LASK-Coach Valerien Ismael darauf, dass nun die denkbar schwerste Aufgabe auf seine Männer wartet. “Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir, was die Spielanlage betrifft, sehr gut drauf sind, wenngleich wir mit den Ergebnissen nicht zufrieden sind. Momentan stimmt die Leistung, es wird aber Zeit, dass wir uns belohnen.” Auch bezüglich der langfristigen Ziele gibt sich der Franzose nach außen weiterhin zuversichtlich: “Es sind noch sieben Spiele und damit 21 Punkte zu vergeben.”

Rapid ist mit einem ordentlichen Schuss Pragmatismus auf Rang zwei der Fußball-Bundesliga geklettert. Am Sonntag (17.00 Uhr) empfangen die Wiener den drei Punkte zurückliegenden Verfolger WAC. Nach dem rustikalen Kampfspiel gegen den LASK soll es laut Trainer Dietmar Kühbauer wieder ansehnlicher werden. “Im Spiel müssen wir es besser als gegen den LASK machen, das ist uns bewusst. Wir werden es auch besser machen”, kündigte Kühbauer am Freitag an. Nicht mitwirken wird Kapitän Stefan Schwab. WAC-Coach Ferdinand Feldhofer erwartet eine intensive Partie: “Es wird wieder beinhart werden, es wird wieder um jeden Zentimeter gerauft werden.” Ins offene Messer laufende Rapidler erwartete er nicht.

Drei Spiele, drei Niederlagen: Sturm Graz steht nach einem verpatzten Start in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga im Kampf um eines der Europacup-Tickets mit dem Rücken zur Wand. Die Wende soll nun am Sonntag (17.00) im steirischen Duell beim TSV Hartberg eingeleitet werden. Bleibt die aus, könnte auch die Amtszeit von Coach Nestor El Maestro nach fast genau einem Jahr zu Ende gehen. Hartberg hätte mit einem Sieg einen Sieben-Punkte-Polster auf Sturm und auch für Coach Markus Schopp einen “großen Schritt” in Richtung Rang fünf gemacht. “Es wäre in Hartberg ein super Momentum, wenn du so etwas schaffen könntest”, sagte der TSV-Coach.

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