Salzburgs Traumdebüt in der Königsklasse

Erling Haaland stellte sich mit drei Treffern in der Königsklasse vor. © AFP/Klamar

Der FC Salzburg feierte eine eindrucksvolle Premiere in der Königsklasse des Fußballs. Der belgische Meister KRC Genk wurde zum Auftakt der Gruppe E mit einer 6:2 (5:1)-Packung nach Hause geschickt.

Von Tobias Hörtenhuber aus Salzburg

Es war dies der höchste Sieg einer österreichischen Mannschaft in der Champions League. Held des Abends war der erst 19-jährige Erik Haaland, der dank dreier Tore das Duell der norwegischen Jungstars gegen Sander Berge klar für sich entschied.

Gut, besser, Haaland

Schon der Start war mehr als fulminant. Haaland stellte sich nach exakt 105 Sekunden  Fußball-Europa vor, versenkte den Ball nach Minamino-Vorlage mit unglaublicher Coolness zur Führung. Die ausverkaufte Red-Bull-Arena (29520 Fans) glich einem Tollhaus. Nicht zum letzten Mal an diesem denkwürdigen Abend. Haaland verzückte die Fans mit zwei weiteren Toren (34., 45.), dazwischen traf Hwang (36.) und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch noch Dominik Szoboszlai. Der Ball landete nur wenige Augenblicke nach dessen Eroberung bei den “Bullen”-Stürmern, die im ersten Abschnitt unglaublich effektiv und abgebrüht vor dem Tor agierten. Die belgischen Gäste kamen aus dem Staunen nicht heraus, agierten nur in den zwei Minuten nach dem 1:3 durch Lucumi (40.) ebenbürtig. Ansonsten waren sie gegen das aggressive Pressing ohne Chance.

Kapitän Ulmer wie ein Weltklassestürmer

Dass Zurückschalten nicht die Sache der Salzburger ist, zeigte sich in Hälfte zwei. Nur neun Sekunden (!) nach dem Anstoß stand Hwang allein vor dem Tor, aber Keeper Gaetan Goecke konnte sich zur Abwechslung einmal auszeichnen. Anders als Cican Stankovic, der beim Kopfball des sträflich allein gelassenen Samatta ohne Abwehrmöglichkeit war (52.). Danach waren die Oldies an der Reihe. Kapitän Andreas Ulmer (33) markierte nach Doppelpass mit Zlatko Junuzovic (31) im Stile eines Weltklassestürmers das 6:2 (66.). Wenig später durfte sich Publikumsliebling Haaland seinen verdienten Abschiedsapplaus abholen (72.). Der Goalgetter dürfte sich wohl in jedem Notizblock der 50 Scouts wiederfinden. Genk hatte in der Folge Glück, dass Salzburg Topchancen vergab (z.B. Daka und Okugawa/80., Minamino/90+2.) und Schiedsrichter Felix Zwayer den Ausschluss von Samatta (Brutalo-Grätsche gegen Junuzovic) nach Intervention des Videoschiedsrichters zurücknahm.

FC Salzburg – KRC Genk 6:2 (5:1)

Torfolge: 1:0 (2.) und 2:0 (34.) Haaland, 3:0 (36.) Hwang, 3:1 (40.) Lucumi, 4:1 (45.) Haaland, 5:1 (45.+2) Szoboszlai, 5:2 (52.) Samatta, 6:2 (66.) Ulmer.

Salzburg: Stankovic – Ulmer, Wöber, Ramalho, Kristensen (83. Farkas) – Szoboszlai (62. Okugawa), Junuzovic, Bernede, Minamino – Hwang, Haaland (72. Daka).

Genk: Coucke – Uronen, Lucumi, Dewaest, Mähle – Heynen (85. Onuachu), Hrosovsky (46. Bongonda), Berge – Ito, Ndongala – Samatta.

Gelb: Kristensen, Szoboszlai, Bernede; Bogonda, Samatta.

 

 

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