Salzkammergut 2024 nimmt Formen an

Die Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 nimmt Formen an. Die künstlerische Leiterin Elisabeth Schweeger stellte in einer Pressekonferenz am Mittwoch erste Projekte, die Spartenleiterinnen und -leiter sowie ein namhaftes Komitee vor. „Macht und Tradition“, „Kultur im Fluss“ und „Sharing Salzkammergut“ umreißen die Themen wie Habsburger, jüdisches Leben, Overtourism, Verkehr und die Kunst des Reisens. Eine Kampagne führt Gäste in der Region ab Juni hin zu „Salzkammergut 2024“.

Man wolle sichtbar werden und das Interesse für das Ereignis in zwei Jahren wecken, erklärte Schweeger. Der Slogan „Kultur ist das neue Salz“ bleibt, wiewohl er von dem Sujet „23 für 24“ ergänzt wird. Damit weist man auf die Besonderheit hin, dass erstmals in der 37-jährigen Geschichte der Europäischen Kulturhauptstadt 23 Gemeinden eine solche ausrichten.

Als erste Veranstaltung am 29. Mai soll der Konzertabend zu „Alma Rosé“ – leitete das Auschwitz-Orchester – mit Corinna Harfouch Lust auf mehr machen. Nachdem Schweeger angemerkt hatte, dass sich im Bidbook wenig zum jüdischen Leben im Salzkammergut finde, sei im Open Call Etliches dazu eingereicht worden. Projekte wie das Pop-up-Filmfestival „Blickpunkte“ und „Hallstatt_Denkwerkstatt“ entwickeln sich heuer beginnend bis 2024.

Auf dem Marktplatz der Ideen am 6. Mai in der Trinkhalle Bad Ischl suchen Projekte „Ermöglicher“. Von den Vorschlägen im Bewerbungsbuch können 73 Prozent umgesetzt werden, von den rund 1.000 im Open Call eingereichten etwa 50 bis 100, meinte die 67-Jährige. Eines davon sei „Salzkammergut Schall“ von Georg Nussbaumer, ein anderes „Das beste Hotel“ von Gesine Danckwart. Das Budget von 25,8 Mio. Euro möchte die kaufmännische Leiterin Manuela Reichert mit Sponsoring um zwei bis drei Millionen Euro erhöhen.

Zur bereits fixierten und mit 1,5 Millionen Euro budgetierten Eröffnung am 19./20. Jänner gibt es unter anderem die Operette „Eine Frau, die weiß, was sie will“ von Oscar Straus in der Regie von Barrie Kosky von der Komischen Oper Berlin.

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Die durchwegs jungen Spartenleiterinnen und -leiter gaben kurze Ausblicke auf ihre Programme. Sonja Zobel nannte für die darstellende Kunst das „Große Welttheater“ mit dem Theater ecce unter der Leitung von Reinhold Tritscher, wofür es bereits heuer Workshops geben wird. Christian Haslmayr wird in der Jugendschiene unter anderem das „New Salt Festival“ mit elektronischer und alternativer Musik mit dem Schwerpunkt Digital Arts umsetzen, Christina Jaritsch leitet den Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit, Lisa Neuhuber nimmt sich der Geschichte und Erinnerungskultur, unter anderem mit „k(ritisch) u(nd) k(ontrovers)“, an. Petra Zechmeister kümmert sich um die Bildende Kunst, diese holt etwa im von Gottfried Hattinger kuratierten „Art your Village“ lokale Identitäten von den vorwiegend kleineren Orten im Salzkammergut hervor. Stefan Heinisch betreut den Bogen Tourismus, Mobilität und Digitalisierung, Eva Mair leitet die Bereiche Baukultur und Handwerk.

Schweeger präsentierte auch ein Komitee aus namhaften Unterstützerinnen und Unterstützern, das für die Region, für kulturellen Einsatz und hohe Qualität stehe mit Aleida Assmann, Hubert von Goisern, Xenia Hausner, Klaus Maria Brandauer, Tom Neuwirth/Conchita Wurst, Helga Rabl-Stadler, Franz Welser-Möst, Hannes Androsch und Johanna Mitterbauer. „In Österreich gibt es die Tradition sich über alles lustig zu machen und schlecht zu reden, da möchte ich ein Gegenbeispiel sein“, erklärte Hubert von Goisern, der bereits bei Linz09 mit an Bord war, seine Beweggründe.

(S E R V I C E – Kulturhauptstadt „Salzkammergut 2024“, weitere Informationen unter )

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