Sattes Minus bei Neuzulassungen

Autoverkäufe gingen im ersten Halbjahr um 8,8 Prozent zurück

Im ersten Halbjahr wurden 175.909 Pkw neu zugelassen, das ist ein Rückgang um 8,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Lediglich im April wurde ein minimales Plus erzielt, im Juni gab es mit minus 14,4 Prozent den stärksten Rückgang. Das zeigen Zahlen der Statistik Austria.

Deutliche Zuwachsraten gibt es weiterhin bei Alternativantrieben, trotzdem machten sie nur 6,9 Prozent der Neuzulassungen aus. 12.053 Autos mit Hybrid-, Elektro- oder Gasantrieb wurden von Jänner bis Juni neu zugelassen, während die Flucht vor dem Diesel ungemindert anhält. Im ersten Halbjahr gab es einen Rückgang von 15,3 Prozent

Damit erreichten die Selbstzünder nur noch einen Marktanteil von 38,5 Prozent. Bei Benzinern gab es einen Anmeldungsrückgang von 7,9 Prozent, was einem Anteil vom Gesamtmarkt von 54,7 Prozent entspricht.

Kräftig Federn lassen musste der Marktführer VW. Die Wolfsburger verkauften um 16,6 Prozent weniger Neuwagen als noch in der ersten Jahreshälfte 2018. Ein zweistelliges Minus gab es auch bei Renault, Hyundai, Mercedes und Fiat, während Skoda um über sieben Prozent zulegte.

Dem einstmaligen unangefochtenen Liebling der Österreicher, dem VW Golf, geht es mittlerweile an den Kragen. Der Verkauf ging um 27,1 Prozent zurück, was aber auch darauf zurückzuführen ist, dass sein höhergeleger Bruder T-Roc um elf Prozent zulegte. Das beliebteste Auto im ersten Halbjahr war der Skoda Octavia, das meistverkaufte Elektroauto der Tesla Model 3.

Auffällig ist laut den Zahlen der Statistik Austria, dass es bei den niedrigeren Leistungsstufen durchgehend einen Absatzrückgang gab, während die Klasse von 126 bis 143 PS um 12,1 Prozent zulegte.

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