Saunabekanntschaft träumte von Kaffeehaus in Rumänien

Prostituierte lockte 51-Jährigem 100.000 Euro heraus

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LINZ – Wegen schweren Betrugs stand am Mittwoch eine 26-jährige Prostituierte vor dem Linzer Strafgericht. Die Rumänin soll unter Vorspiegelung einer gemeinsamen Zukunft einem 51-jährigen Leondinger insgesamt 100.000 Euro herausgelockt haben. Das Gericht entschied jedoch – nicht rechtskräftig – für einen Freispruch, da ihr nicht nachgewiesen werden konnte, dass ihre Angaben nicht stimmten.

Geld des Leondingers floss zum Jahreswechsel

Kennengelernt hatte die Frau ihren verheirateten Finanzier aus dem Speckgürtel von Linz im Frühjahr 2016 beim Besuch eines Saunaclubs. Bald redete man über eine gemeinsame Zukunft, auch Pläne von einem Kaffeehaus in Rumänien wurden geschmiedet. 90.000 Euro hat der Oberösterreicher für das geplante Kaffeehaus zwischen 28. Dezember 2016 und 14. Jänner 2017 herausgerückt. Zudem brauchte die Frau 10.000 Euro, weil es in der Wohnung ihrer Eltern in Rumänien angeblich gebrannt hatte. Auch diese Summe brachte der Leondinger auf.

Doch bald darauf – exakt am 31. Jänner 2017 – war plötzlich Funkstille. Die Frau teilte dem Verheirateten noch per Whats-App mit, dass aus dem Kaffeehaus doch nichts werde und sie die Beziehung beenden wolle. Danach konnte das Opfer die Angeklagte nicht mehr erreichen. Die Frau wurde aber ausgeforscht. Im Gerichtssaal konnte die 26-Jährige nun glaubhaft machen, dass sie das Geld für die Realisierung eines Kaffeehauses verwendet hat.