Schach den Killer-Robotern

UNO-Beratungen über internationalen Bann gegen autonome Waffen

Robotersoldaten sind zwar noch nicht Realität, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis autonome Waffen in Kriege ziehen und auch außer Kontrolle geraten könnten.
Robotersoldaten sind zwar noch nicht Realität, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis autonome Waffen in Kriege ziehen und auch außer Kontrolle geraten könnten. © storm – stock.adobe.com

Von Manfred Maurer

„Wer in diesem Bereich führt, beherrscht die Welt“, ist Russlands Präsident Wladimir Putin überzeugt. Gemeint ist Künstliche Intelligenz. Weil diese auch in Waffen zum Einsatz kommen und Russland auf dem Gebiet der Digitalisierung nicht gerade eine Supermacht ist, warnte der Kremlchef schon vor einem Jahr auch vor den damit verbundenen Bedrohungen. Für ein Verbot von autonomen Waffensystem, die von KI gesteuert werden (siehe Stichwort), tritt Russland aber nicht ein. Putin will wohl mitmischen in der Vorbereitung auf den Krieg 4.0. Andere Militärmächte wollen das auch und sind längst mitten drin in der Entwicklung von Killer-Robotern.

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Österreich für Verbot

Das Bemühen der UNO um ein Verbot solcher Waffen wirkt daher eher hilflos. Nächste Woche treffen sich zwar in Genf Vertreter von mehr als 70 Regierungen, um über den Umgang mit autonomen Waffensystemen zu beraten. Für ein Verbot haben sich bisher aber nur 26 Länder ausgesprochen, darunter Österreich. Genaugenommen sind es nur 25. Denn die einzige Supermacht in diesem Klub, ist nur gegen den Einsatz KI-Waffen. Deren Entwicklung will China nicht verbieten — wohl aus gutem Grund: China spielt bei KI in der Oberliga.

Der Ruf nach einem Verbot autonomer Waffen erinnert an den nach einem Atomwaffenverbot: Er wird unterstützt von denen, die keine Atomwaffen haben, während ihn die Atommächte ignorieren.