„Schauen nicht links und rechts“

Neo-BW-Trainer Brunmayr über Vorbereitung, Spielidee, Ziele und die Lage im Verein

Ronald Brunmayr ist bereits Feuer und Flamme für die neue Aufgabe bei Zweitligist Blau Weiß Linz.
Ronald Brunmayr ist bereits Feuer und Flamme für die neue Aufgabe bei Zweitligist Blau Weiß Linz. © GEPA

Am Dienstag hatte Fußball-Zweitligist Blau Weiß Linz, wie berichtet, eine Zusammenarbeit mit Trainer Ronald Brunmayr bis kommenden Sommer vereinbart. Tags darauf bat der Ex-Profi bereits zur ersten Einheit. Bis auf die angeschlagenen Bernhard Janeczek und Thomas Fröschl sowie Joel Dombaxi (Kreuzbandriss) waren alle Spieler dabei.

Herr Brunmayr, welchen Eindruck haben Sie von der Mannschaft im Test gegen Donau (3:1) und im ersten Training gewonnen?

Sie ist sehr engagiert, sehr willig. Das Spiel war ordentlich, ein paar Sachen möchten wir anders machen. Im Spiel gegen den Ball wollen wir mehr auf den Ball schauen, mit dem Ball bessere Lösungen finden.

„Wir sollen alle vom Gleichen reden“

Gerade im Spiel gegen den Ball offenbarte das Team im Herbst Schwächen. Ein wichtiger Schwerpunkt in der Vorbereitung?

Die geschossenen Tore waren in Ordnung, wenn man sich die Gegentore ansieht, muss man da den Hebel ansetzen. Da sind aber nicht nur die Innenverteidiger oder die Sechser betroffen, sondern es geht vor allem darum, alles gemeinsam zu machen. Jeder in der Mannschaft gehört da dazu, wir sollen alle vom Gleichen reden.

Die Spielidee wird jener ähneln, die Sie auch beim FC Juniors umgesetzt haben?

Ja, wobei das nicht Salzburg oder der LASK ist, das ist der moderne Fußball. Es gibt zwei Richtungen, mit dem Ball und gegen den Ball. Wenn man nur ein Tool hat, wird man nicht erfolgreich sein. Wir wollen aber schon sehr aktiv sein, auch gegen den Ball und das Ganze offensiv angehen.

Wann war es für Sie ein gutes Frühjahr?

Wenn man sieht, was wir spielen wollen und die Punkte einfahren, die wir brauchen. Die Fans sollen sich damit identifizieren können. Die Liga ist sehr ausgeglichen, da darf man sich keinen Blödsinn erlauben. Ich bin aber überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben.

Inwiefern hat die ungewisse Zukunft des Vereins mit der angespannten finanziellen Lage Ihre Entscheidung für das Engagement erschwert?

Gar nicht. Die Mannschaft bleibt, die Voraussetzungen sind top, wir haben einen guten Staff. Der Verein ist natürlich sehr schlank, das heißt, die Wege sind kurz. Wir im sportlichen Bereich schauen aber gar nicht nach links und rechts, wir wollen einfach bis 24. Mai performen. Wenn wir Leistung bringen, ist es einfacher für den Gesamtverein. Stehen wir positiv da, kommt eine ganz andere Dynamik hinein.

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