Schaufenster bei LGBT-Verein in Graz eingeschlagen

Zwei Schaufenster beim Grazer Vereinslokal der RosaLila PantherInnen, der steirischen schwul-lesbischen Interessensvertretung, sind in der Nacht auf Donnerstag eingeschlagen worden. Da nichts gestohlen wurde, dürfte laut Polizei von einer mutwilligen Sachbeschädigung auszugehen sein. Anrainer hatten gegen 0.30 Uhr Lärm gehört, von dem oder den Tätern fehlt aber noch jede Spur.

“Letzte Nacht wurde das Schaufenster unseres Vereinslokals eingeschlagen. Das beweist wieder, dass unsere Arbeit noch lange nicht getan ist. Dass es den CSD (Christopher Street Day, Anm.) für Sichtbarkeit braucht. Dass wir weiterhin für Akzeptanz und Gleichberechtigung eintreten. Dass unsere Arbeit wertvoll ist und wir uns weiter für die Rechte der LGBTIA Community stark machen”, teilten die “PantherInnen” am Donnerstag in einem Facebook-Eintrag mit. “Wir machen weiter bis der Hass ein Ende nimmt.”

Die steirischen NEOS meinten insbesondere nach dem Vandalenakt in der Nacht davor bei der jüdischen Synagoge: “Das zeigt sehr deutlich, dass in der Stadt der Menschenrechte noch ein sehr weiter Weg hin zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft zu gehen ist. Hass auf die LGBTIA Community ist zutiefst zu verurteilen und hat in Österreich nichts verloren”, so NEOS-Klubobmann Niko Swatek. Er will die Rosalila PantherInnen mit einer Spende unterstützen und so einen Beitrag zu einer schnellen Reparatur des Lokales leisten.

Die Sozialistische Jugend Steiermark, die sozialdemokratische LGBTIQ-Organisation SoHo sowie die Grazer SPÖ zeigten ebenfalls Solidarität mit dem Verein: “Homo- und Transphobie haben in Graz und ganz Österreich keinen Platz”, sagte der ehemalige SPÖ-Bundesrat Mario Lindner. “Feige Angriffe wie dieser, mit denen die LGBTIQ-Community und engagierte Gleichstellungs-Aktivist_innen eingeschüchtert werden sollen, dürfen niemals ohne Konsequenzen bleiben. Wir werden umso stärker weiter gegen Hass, Diskriminierung und Gewalt kämpfen.”

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