Schlacht mit Drogenkartell

Szenen wie im Krieg spielten sich am Donnerstag in der mexikanischen Stadt Culiacan ab. Mitglieder des Sinaloa-Drogenkartels hatten sich eine Straßenschlacht mit dem Militär geliefert und zudem aus dem örtlichen Gefängnis „Aguaruto“ 20 bis 30 Insassen befreit, von denen einige später wieder verhaftet werden konnten.

Von einem Haus aus hatten die Kriminellen, zu denen auch ein Sohn des früheren Drogenbosses Joaquin „El Chapo“ Guzman gehörte, eine 30-köpfige Patrouille beschossen. Die Soldaten hätten das Feuer zwar erwidert, doch dann seien schwer bewaffnete Bandenmitglieder aufgetaucht, wie Sicherheitsminister Alfonso Durazo mitteilte und die Patrouille musste sich zurückziehen.

Entgegen ersten Meldungen dürfte der wegen Suchtgifthandels gesuchte Ovidio Guzman Lopez (28) entkommen sein, wie sein Anwalt berichtete. Auch anderswo in der Stadt, die als Wiege des einst von Guzman angeführten Sinaloa-Drogenkartells gilt, war es zu heftigen Gewaltausbrüchen und Panik unter den Einwohnern gekommen.

In Videos waren Vermummte mit schweren Waffen, brennende Fahrzeuge und auf dem Boden kauernde Autofahrer zu sehen. Mindestens neun Menschen verletzt, darunter vier Soldaten und zwei Polizisten.

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