Schlussdienst für ao. Zivildiener

Auch der Babyelefant als Zeichen für genügend Abstand hat ausgedient

Am 1. April begann der außerordentliche Zivildienst, für rund 3500 Zivis begann ihr Einsatz mit der Einkleidung.
Am 1. April begann der außerordentliche Zivildienst, für rund 3500 Zivis begann ihr Einsatz mit der Einkleidung. © APA/Jäger

Mitte März hatte die Bundesregierung aufgrund der Corona-Krise zum ersten Mal in der Zweiten Republik den außerordentlichen Zivildienst ausgerufen: Dabei wurde der bestehende Zivildienst verlängert, Zivildiener wurden zu Corona-relevanten Einrichtungen — Krankenanstalten, Rettungswesen, Sozialhilfe, Behindertenhilfe, Altenbetreuung, Krankenbetreuung, Gesundheitsvorsorge — versetzt und ehemalige Zivildiener wurden aufgerufen, sich freiwillig zu melden.

Im April haben rund 3500 außerordentliche Zivildiener ihren Einsatz begonnen. 1500 davon waren Zivildiener, deren Dienst um drei Monate bis Ende Juni verlängert wurde, rund 2000 waren ehemalige Zivildiener, die sich freiwillig gemeldet haben. Im Mai begann dann für weitere 1000 ao. Zivildiener der Dienst.

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Mit Ende Mai zeigte sich eine konstante Entwicklung der Infektionszahlen und die Einrichtungen meldeten keinen zusätzlichen Bedarf mehr an. Die bestehenden rund 4500 Zivildiener blieben im Einsatz, mit 31. Juli beenden nun die letzten 755 freiwilligen außerordentlichen Zivildiener ihren Einsatz, berichtete das Ministerium.

Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bedankte sich in einer Aussendung bei den Zivildienern für deren Einsatz: „Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir diese Krise bisher so gut bewältigt haben.“

„Baba Babyelefant“

Der „Babyelefant“ ist seit Donnerstag Geschichte, nachdem der VfGH die allgemeinen Corona-Ausgangsbeschränkungen für gesetzeswidrig erklärt hatte: Ab sofort gilt die Änderung der Covid-19-Lockerungs-Verordnung, die den Mindestabstand von mindestens einem Meter beim Betreten von öffentlichen Orten aufhob. In Öffis und in Kundenbereichen von Geschäften bleiben die Regeln aber weiterhin aufrecht.

Mit der Änderung wird eine Verletzung des „Babyelefanten“-Abstandes österreichweit nicht mehr gestraft. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) appellierte im Vorfeld aber an vermehrte Eigenverantwortung.

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