Schmerzgrenze bei Preisen: Konsum könnte sich weiter eintrüben

Fehlende Kaufkraft bemerkbar – Mehrkosten für viele Betriebe Probleme

Bereits jeder Zweite schränkt aufgrund geringerer Kaufkraft aktuell seine Konsumausgaben ein.
Bereits jeder Zweite schränkt aufgrund geringerer Kaufkraft aktuell seine Konsumausgaben ein. © rh2010 - stock.adobe.com

Angesichts der massiven Teuerung warnt die Wirtschaftskammer vor drastischen Folgen. Bereits 58 Prozent würden mit Problemen aufgrund außerordentlicher Preissteigerungen bei Rohstoffen und Vorleistungen kämpfen, betonte WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.

Vor allem könnten die gestiegenen Kosten insbesondere in der Gastronomie, in Hotels und im Handel nicht 1:1 an die Kunden weitergegeben werden, denn bereits jetzt spüre man eine klare Konsumzurückhaltung.

Ist bei den Preisen eine Schmerzgrenze bei der Bevölkerung erreicht, breche der Konsum ein, wurde gewarnt. Bereits jetzt schränke jeder Zweite aktuell seine Konsumausgaben eins, erklärte Hummer am Montag.

Sie fordert daher eine Entlastung für Unternehmen und Konsumenten: „Es braucht dringend Unterstützung bzw. Entlastung! Die Bundesregierung hat angesichts dieser dramatischen Situation auch viel Geld in die Hand genommen und genau zu diesem Zweck bereits über 4 Milliarden Euro ausgeschüttet. Das hilft, ist aber nicht genug“, so die WKOÖ-Präsidentin.

So berichtet Robert Seeber, Obmann der WKOÖ-Sparte Tourismus und Freizeitbetriebe, etwa von Mehrkosten von einer halben Millionen Euro im Quartal bei einem energieintensiven Wellness-Betrieb.

Daher hat die Wirtschaftskammer klare Forderungen an die Regierung. Sie fordert die Abschaffung der kalten Progression für alle Steuerzahler rasch umzusetzen. Auch gelte es, die Einkommens-, Lohn- und Körperschaftssteuer herabzusetzen.

Zudem sollten die hohe Lohnnebenkosten gesenkt werden, betonen die Wirtschaftsverteter. Dies solle die Kaufkraft der Konsumenten stärken und die Betriebe rasch entlasten, fordert Humer.cs

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