Schreckschüsse gegen Wölfe im Waldviertel

Jäger dürfen ab sofort in zwei Gemeinden zu Gummigeschossen greifen — Noch kein diesbezüglicher Bescheid in OÖ ausgestellt

LINZ — Schreckschüsse gegen Wölfe: In den beiden niederösterreichischen Gemeinden Langschlag und Bad Großpertholz an der Grenze zu Oberösterreich dürfen Jäger ab sofort die Wildtiere mit Gummigeschossen vergrämen. 31 Schafe sollen im Waldviertel seit 20. Juli dieses Jahres dem Isegrim zum Opfer gefallen sein. In Oberösterreich ist man noch nicht ganz so weit. Hierzulande schreibt man ebenfalls einige Schafsrisse, vor allem im Mühlviertel, Wölfen zu. Im Rahmen eines Runden Tisches im Mai waren ebenfalls Vergrämungsmaßnahmen (Lärm, Licht, Gummigeschosse) als erste Schritte beschlossen worden.

Liebenau wird geprüft

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Bislang wurde ein Antrag dafür aus dem Bezirk Freistadt gestellt. Dort wurden im Bereich Liebenau — nur wenige Kilometer von Langschlag entfernt — neben den Rissen auch Wölfe bei Bauernhöfen gesichtet. Einen positiven Bescheid für die Jägerschaft gibt es noch nicht. Derzeit arbeitet der Wolfsbeauftragte Georg Rauer von der Vetmeduni Wien noch an seinem Gutachten, das als Entscheidungsbasis herangezogen wird, heißt es aus dem Büro von Agrar-LR Max Hiegelsberger. Dieses dürfte in den kommenden Tagen fertig sein, kündigte Rauer im VOLKSBLATT-Gespräch an. Darin gehe es vor allem darum, mit welchen Mitteln und unter welchen Umständen, bzw. in welchen Situationen die Tiere vergrämt werden dürfen.

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