Schulkooperationen von Burgtheaterstudio, Bildungsdirektion

Der neue Burgtheaterdirektor Martin Kusej setzt auf ein starkes Angebot für Kinder und Jugendliche. 14 neue Schulkooperationen wurden am Dienstag im neuen Burgtheaterstudio vorgestellt. “Diese Arbeit ist uns ein großes Anliegen”, sagte Vizedirektorin Alexandra Althoff im Vestibül, das künftig Hauptspielstätte des Studios sein wird.

“Wir sind voll. Die Auswahl der Schulen war nicht einfach”, erzählte Burgtheaterstudio-Leiterin Anja Sczilinski. Mit den 14 Kooperationen erreiche man 6.300 Schüler aus Volksschulen, einer Neue Mittelschule, einem Gymnasium, einer Modeschule, einer Waldorfschule und einer Handelsakademie: “Es ist fast alles dabei.” Zwölf Wiener Bezirke und eine Schule aus Niederösterreich sind vertreten.

Die Kooperationen, die später noch ausgebaut werden sollen, beinhalten eine “intensive Zusammenarbeit über zwei Jahre”: “Die Schüler kommen regelmäßig zu uns ins Burgtheater, und wir kommen regelmäßig zu ihnen.” Dabei soll sowohl inhaltlich zu einzelnen Stücken gearbeitet als auch kreative Methoden zur Vermittlung normaler Unterrichtsinhalte vorgestellt werden. “Wir werden einen Link vom Theater in ihre Lebenswelt setzen.”

“Besonders froh darüber”, zeigte sich Bildungsdirektor Heinrich Himmer. “Die Schulen einzubinden mit verbilligten Karten ist schön – das alleine ist sicher zu wenig. Nicht nur dabei zu sein, sondern auch Teil zu sein und mitzumachen, bringt eine Menge an Vorteilen für Schüler und Schülerinnen, aber auch für Lehrerinnen und Lehrer”, freute er sich auf “ein großartiges Abenteuer” und meinte: “Auch Lehrer können eine Menge lernen von Schauspielern. Der Beruf ist gar nicht so unähnlich.” Daher fließen auch Mittel der Lehrerfortbildung in das Projekt.

Angebote wie Workshops, Labore und Fortbildungen, die es auch schon bisher in der “Offenen Burg” gab, richten sich aber auch an Gruppen und Einzelpersonen abseits von Schulen. Zu den Theaterproduktionen für junge Menschen zählen “Wie versteckt man einen Elefanten?” von Joel Horwood (ab Oktober im Kasino) oder “Der (vor)letzte Panda oder Die Statik” von Dino Pesut. “Thomas und Tryggve” von Tove Appelgren wird als eine von zwei Inszenierungen für Volksschulkinder auch mobil in der Stadt unterwegs sein. Für Schüler der Oberstufe wird u.a. das jüngst gekürte Siegerstück des Retzhofer Dramapreises, “karpatenflecken” von Thomas Perle, angeboten.

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