Schulterschluss von OÖ und NÖ im Kampf gegen Atomenergie

Landeshauptfrau Mikl-Leitner und Amtskollege Stelzer fordern in Briefen an Kanzlerin und Tschechiens Premier Aus für tschechische Ausbaupläne

ST. PÖLTEN/LINZ — Die Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich haben jetzt den Kampf gegen die Atom-Ausbaupläne in Tschechien zur Chefsache erklärten. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landeshauptmann Thomas Stelzer schrieben gemeinsam einen Brief an Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein sowie an den tschechischen Premier Andrej Babis, in dem sie ein Ende der Ausbaupläne für die grenznahen Atomkraftwerke in Temelin und Dukovany fordern. Darin heißt es unter anderem: „Österreich setzt seit der Volksabstimmung über das AKW Zwentendorf auf eine atomfreie Energiepolitik, die sich erneuerbaren Energiequellen zuwendet und sich nicht auf die gefährliche und verantwortungslose Energiegewinnung aus Atomkraft verlässt. Wer stellen uns daher vehement gegen einen weiteren Ausbau von Atomkraftwerken nahe unserer Grenze und kündigen zugleich an, den Ausbau mit allen uns zustehenden rechtlichen und politischen Mitteln zu bekämpfen.“

Auf Ausbaukurs

Die Alarmglocken ließ in den beiden Bundesländern die Aussage des tschechischen Industrieministers schrillen, wonach es nur den Weg der Kernenergie gebe.

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