Schutz vor Marderschaden am Auto

Sie sind etwa drei Kilogramm schwer, 70 Zentimeter lang und haben 38 Zähne: Marder! Mühelos können sie mit ihren Zähnen ein Auto lahm legen. Besonders gefährdet sind Personen, die zwischen zwei Orten pendeln und über Nacht ihr Fahrzeug abstellen. Haben sich an beiden Orten Marder im Motorraum heimisch gemacht, versuchen die Tiere ihr Revier zu verteidigen.

„Nach jeder Marderattacke muss auf jeden Fall eine Motorwäsche durchgeführt werden, um den Duft aus dem Motorraum zu beseitigen. Die Nager hinterlassen Duftstoffe, die weitere Artgenossen anlocken könnten“, weiß Herbert Breitenfellner, technischer Berater im ÖAMTC Oberösterreich. Abhilfe schaffen Ultraschall- und Elektroschockgeräte.

Schallwellen im Ultraschallbereich sind für den Marder unangenehm und halten ihn vom Fahrzeug fern. Auch die Ummantelungen aus Hartkunststoff für Zünd- und andere Elektrokabel schützen vor den Bissattacken. Der Erfolg von Hundehaaren, WC-Steinen, Urin (von Mensch oder Hund), Maschendraht oder tickenden Weckern im Motorraum darf hingegen in Zweifel gestellt werden. Transparente mit Wasser gefüllte Plastikflaschen, die rund ums Auto positioniert werden und den Marder durch Lichtreflexe verscheuchen sollen, halten manche zwar fern, haben aber auf öffentlichen Verkehrsflächen nichts verloren.

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