Schwab bei PGA-Turnier in Truckee Dritter

Der Steirer Matthias Schwab hat bei seinem dritten Turnier auf der US-PGA-Tour in Folge am Sonntag das bisher beste Resultat eines Österreichers eingespielt. Der 25-Jährige beendete das Barracuda Championship in Truckee (Kalifornien) als Dritter und ist nahe dran an einer Spielberechtigung auf der bestdotierten Tour. Justin Thomas (USA) übernahm mit dem Sieg in Memphis die Weltranglisten-Führung.

Schwab durfte am Lake Tahoe dank einer Sponsor-Einladung abschlagen und stellte in der Höhenlage prompt seine steigende Form unter Beweis. In einem der kleineren Turniere auf der US-Tour (3,5 Mio. Dollar) – die Stars bestritten das St. Jude Invitational in Memphis (10,5 Mio.) – verbesserte sich der Rohrmooser am Schlusstag vom achten Platz und übertraf die zwei vierten Plätze des Austro-Amerikaners Sepp Straka in dieser Saison.

Ein Bogey am letzten Loch verhinderte den geteilten zweiten Platz Schwabs, der mit 37 Punkten (nach modifizierter Stableford-Zählweise) hinter Premierensieger Richy Werenski (USA/39) und Troy Merritt (USA/38) sowie ex aequo mit Fabian Gomez (ARG) abschloss. Ein mit nur einem anderen Spieler geteilter zweiter Platz hätte ihm zu einer zeitlich begrenzten Tour-Mitgliedschaft verholfen.

“Das war sehr knapp an meinem ersten Turniersieg”, meinte Schwab. “Leider spielte ich die dritte Runde nicht gut genug. Ich habe aber für mein Empfinden nicht den Sieg verpasst, sondern den dritten Platz gewonnen. Die vierte Runde machte großen Spaß. Fünf Birdies und ein Eagle mit zwei Bogeys waren eine top Leistung, mit der ich abschließend zufrieden bin.” In der Weltrangliste verbesserte sich Schwab um 14 Positionen und stellte als 79. seine bisher beste Platzierung ein.

An Donnerstag bestreitet Schwab wie Straka, der die Tour-Karte besitzt, und Bernd Wiesberger das PGA Championship in San Francisco, ein Major-Turnier. “Danach werde ich sehen, ob ich in Europa oder in den USA auf der PGA Tour weiterspielen werde,” meinte Schwab, der noch einige Punkte für ein Engagement in Übersee benötigt.

Wiesberger muss seine beste Runde (Par) beim St. Jude Invitational am Sonntag als Motivation für das Major-Turnier nehmen. Im dritten Turnier nach der Zwangspause erwies sich die Form des Burgenländers im Vergleich mit den eingespielten Profis der US-PGA-Tour noch nicht gut genug, er kam über den 74. Platz (289 Schläge/9 über Par) nicht hinaus.

Der US-Amerikaner Justin Thomas wiederholte bei dem Turnier der WGC-Serie seinen Erfolg von 2018 und übernahm vom Spanier Jon Rahm die Weltranglistenführung. Als Fünfter mit vier Schlägen Rückstand in die Schlussrunde gestartet, feierte der 27-Jährige mit 267 Schlägen (13 unter Par) seinen dritten Saisonsieg und den insgesamt 13. Nur Jack Nicklaus und Tiger Woods haben diese Zahl in jüngerem Alter erreicht.

Der Titelverteidiger und vierfache Major-Gewiner Brooks Koepka landete gleichauf mit Phil Mickelson (USA) und zwei weiteren Spielern mit drei Schlägen Rückstand an zweiter Stelle. Vor dem letzten Loch war Koepka bis auf einen Schlag an Thomas herangerückt, doch ein Schlag ins Wasser im Finish zerstörte seinen Hoffnungen auf den Siegerscheck von rund 1,89 Millionen Dollar (1,60 Mio. Euro).

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