Schwere Vorwürfe von Migranten gegen Malta

Migranten haben nach Angaben des UNO-Büros für Menschenrechte schwere Vorwürfe gegen Malta erhoben. Sie seien schockierenden Bedingungen ausgesetzt – in Libyen, auf dem Meer, und oft auch bei der Ankunft in Europa, berichtete das Büro am Freitag in Genf. Das Militär Maltas soll mindestens einmal versucht haben, ein Boot mit Flüchtlingen in libysche Gewässer zurückzudrängen.

In einem anderen Fall soll das Militär ein Boot Richtung der italienischen Insel Lampedusa gedrängt haben. Migranten hätten auch berichtet, dass kommerzielle Schiffe ihnen nicht zu Hilfe gekommen seien. Menschen, die trotzdem in Malta an Land kamen, hätten auch dort von unhaltbaren Zuständen berichtet. Einige seien monatelang in Lagern festgehalten worden, wo sie wenig Tageslicht, frisches Wasser oder angemessene Toiletten gehabt hätten. Sie hätten kaum Kontakt zu humanitären Helfern oder Anwälten haben dürfen.

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, rief die Europäische Union zum wiederholten Mal auf, eine nachhaltige Migrationspolitik umzusetzen. Mangelnde Solidarität bürde den Grenzländern den Großteil der Verantwortung auf.

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