Ortliebs Saison nach Trainingssturz in Crans-Montana beendet

Die nächste schwere Knieverletzung im alpinen Ski-Weltcup betrifft wieder eine Österreicherin. Nach einem Trainingssturz in Crans-Montana steht fest, dass die WM-Saison von Nina Ortlieb beendet ist. Die 24-jährige Vorarlbergerin zog sich am Mittwoch einen vorderen Kreuzband-, Innenband-, Außenmeniskus- und Patellasehenriss im rechten Knie zu, wie der ÖSV am Nachmittag mitteilte.

Ortlieb musste mit dem Helikopter geborgen werden, sie klagte sofort über Schmerzen. Die aufschlussgebenden Untersuchungen wurden im nächstgelegenen Krankenhaus in Sion durchgeführt. Nach der niederschmetternden Diagnose wurde die Tochter von Olympiasieger Patrick Ortlieb nach Schruns überstellt, wo sie baldigst von ihrem Vertrauensarzt Christian Schenk operiert wird.

Trainingsschnellste für die beiden Weltcup-Abfahrten am Freitag und Samstag war die Italienerin Sofia Goggia in 1:29,83 Minuten vor der Schweizerin Corinne Suter (+0,20 Sek.) sowie ihrer Teamkollegin Elena Curtoni (0,35). Beste ÖSV-Dame war Tamara Tippler, die als 13. bereits 1,53 Sekunden auf die Bestzeit verlor. Ramona Siebenhofer (16./1,73), Stephanie Venier (19./2,07) und Ariane Rädler (20./2,12) landeten ebenfalls in den Top 20.

Nach Ortlieb, die im Vorjahr eine Woche nach Platz drei in Crans-Montana mit dem Super-G-Erfolg in La Thuile im Aostatal ihren ersten und bisher einzigen Weltcup-Sieg gefeiert hatte, stürzte auch die Schweizerin Rahel Kopp schwer. Nach dem vorzeitigen Saisonende von Ex-Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer, die sich vor Weihnachten bei ihrem Sturz in der Weltcup-Abfahrt in Val d’Isere schwer am linken Knie verletzt hatte, ist es für Österreichs Speed-Damen damit der nächste Rückschlag.

Tippler war mit Nummer 18 unmittelbar vor Ortlieb gestartet. „Es war jetzt noch nicht das Wahre. Oben habe ich mir sehr schwergetan und teilweise den Schwung ein bisschen rausgenommen, weil ich unsicher war“, lautete das Resümee der 29-jährigen Steirerin, die zuletzt beim Heim-Weltcup in St. Anton Abfahrtszweite und Super-G-Vierte war. „Morgen werde ich schon probieren, mehr ans Limit zu gehen“, kündigte Tippler für das zweite und letzte Training am Donnerstag an. Nach ihren jüngsten Spitzenplätzen sei sie „mit gesundem Selbstbewusstsein“ ins Wallis gereist. Trotzdem gelte es für sie, „jetzt nicht zu überpowern“.

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