Schwimmen ist effektives Training

Regelmäßiges und richtiges Schwimmen kräftigt die Muskeln, schont die Gelenke, stärkt das Herz-Kreislauf-System und verbessert die Kondition. Die Sportart kann das ganze Jahr über ausgeübt werden, ist kostengünstig und im Sommer herrlich erfrischend.

Es gibt viele Gründe für den regelmäßigen Sprung ins kühle Nass. Richtiges Schwimmen ist ein intensives Ausdauertraining, es stärkt das Immunsystem, die Kondition und das Herz-Kreislauf-System.

Die Leistungsfähigkeit wird verbessert und bei Erkrankungen der Lunge wirkt sich Schwimmen positiv auf die Lungenfunktion und die damit verbundene Atemleistung aus. Schwimmen trainiert zudem alle Muskelgruppen.

Richtig Schwimmen will gelernt sein

„Durch die hohe Dichte des Wassers belastet nur ein Bruchteil unseres Gewichts den Körper. Das schont Muskeln und Gelenke“, sagt der leitende Physiotherapeut Erich Buchinger vom Klinikum Schärding. Daher ist Schwimmen auch eine ideale Bewegungsform für Menschen mit Übergewicht. Bei intensiver Bewegung im Wasser, wie beispielweise Aquagymnastik, steigt außerdem der Kalorienverbrauch.

Wer koordiniert und richtig schwimmt, gönnt seinem Körper ein intensives Workout. Der Physiotherapeut rät, den richtigen Schwimmstil in einem Kurs zu lernen, denn falsche Bewegungen verursachen Schmerzen. Wird beim Brustschwimmen der Kopf krampfhaft über Wasser gehalten, schädigt das die Wirbelsäule. Der Kopf sollte daher mit Blick nach unten unter Wasser getaucht werden, eine Schwimmbrille schützt die Augen vor Chlor. Buchinger empfiehlt: „Rückenschwimmen ist der schonendste Stil, da der Nacken in gerader Verlängerung des Körpers bleibt.“ Kraulen ist sehr effektiv, weil die intensiven Bewegungen besonders viel Energie verbrauchen.

Tipps bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der Druck unter Wasser führt zu einer Umverteilung des Blutes im Körper und drückt es nach oben. Beim Herausgehen aus dem Wasser sinkt das Blut zurück in die Beine und das Becken, Schwindel kann die Folge sein. Herzpatienten sollten daher nach dem Training immer locker ausschwimmen, langsam aus dem Wasser steigen und ein paar Schritte gehen. Ein möglichst flacher Schwimmstil wie zum Beispiel Rückenschwimmen ist in solchen Fällen optimal.

Generell sollten Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor Beginn des Trainings einen Kardiologen konsultieren.

„Im Becken Bahnen zu ziehen, fordert den Körper und macht den Kopf frei. Schwimmen am Morgen schafft einen guten Start in den Tag, am Abend ist es ein entspannender Abschluss nach der Arbeit. Es ist die ideale Sportart für Körper, Geist und Brieftasche“, sagt Buchinger.

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