Seat Ibiza FR Austria – Klassiker in neuem Gewand

Der Seat Ibiza – immerhin seit 1984 im Portfolio der Spanier – hat eine Verjüngungskur erhalten. Dabei wurde das Exterieurdesign überarbeitet, während das Interieur ein neues Level an Vernetzung im Bereich der Assistenzsysteme ins Kleinwagen-Segment bringt. Dessen ungeachtet bleibt der Viermeter-Fünfsitzer ein kecker Begleiter, dessen Motor ganz schön bissig sein kann.

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Seit seiner Einführung anno 1984 ist der Seat Ibiza eine der wichtigsten Stützen für den Erfolg des spanischen Autobauers: Nach 37 Jahren, fünf Generationen und fast sechs Millionen verkauften Einheiten ist er das beliebteste Fahrzeug.

Nun gab es für den kompakten fünftürigen Klassiker, der vom Montageband in Martorell rollt, ein Update.

Typenschein

Seat Ibiza FR Austria EcoTSI

Preis: ab € 18.574,49 inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 21.043,99 unter anderem inklusive Ablage-Paket € 351,15, Österreich-Paket 867,53 und Technologie-Paket € 764,26; einen Seat Ibiza (Reference) gibt es ab € 15.747,-
NoVA/Steuer: 3 %/ € 164,16 jährlich
Garantie: 5 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung
Service: laut Serviceheft bzw. Bordcomputer

Technische Daten:
Motor: R3, 12V, Turbolader, Partikelfilter, 999 cm³, 70 kW/95 PS bei 5000 U/min, max. Drehmoment 175 Nm bei 1600-3500U/min
Getriebe: Fünfgangschaltung
Antrieb: Frontantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 10,9 s
Leistungsgewicht: 11,8 kg/PS
WLTP-Verbrauch: 5,5 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 5,8 Liter
CO2-Ausstoß: 125 g/km
Euro 6

Eckdaten:
L/B/H: 4059/1780/1447 mm
Radstand: 2564 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1124/1585 kg
Kofferraum: 355 Liter
Tank: 40 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 215/40 R18 89W auf 18“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC
Airbags: 6

Das ist natürlich dann besonders interessant, wenn die Herzdame einen Seat Ibiza fährt. Zwar ein älteres Modell, aber das macht den direkten Vergleich so spannend. Jedenfalls ist der aktuelle Ibiza spürbar geräumiger im Innenraum und das Cockpit des 21.000-Euro-Fünftürers ist frisch und nobel.

Dazu tragen die Ziernähte auf dem Ledergestühl und dem abgeflachten Lederlenkrad genauso bei, wie der wuchtige, mittig platzierte 9,5 Zoll große Touchscreen und die digitalen Armaturen. Das komplett überarbeitete Cockpit wirkt generell deutlich edler, aufgeräumter und wertiger als noch im Vorgängermodell.

Und die Sprachsteuerung, die per „Hola, Hola“ angesteuert wird, funktioniert nun auch kontextual. Sprich: Wer beispielsweise sagt: Ich habe Hunger, dem wird das nächste Restaurant in der Nähe angezeigt.

Die jugendliche Frische, auf die die Seat-Designer so viel Wert legen, strahlt der aktuelle Ibiza innen mehr denn je aus, das beweisen einmal mehr die unterschiedlichen Darstellungsoptionen im digitalen Cockpit.

Im Vergleich zum Vorgänger gibt es indessen außen optisch kaum Unterschiede, die prägnante, kantige und klare Silhouette hat sich der Fünftürer bewahrt. Der Modellschriftzug ist nun in Schreibschrift, die Leuchten sind nun serienmäßig mit LED-Technologie bestückt und die Leichtmetallfelgen wurden dezent überarbeitet.

Dass es nicht viel braucht, um quirlig zu sein, beweist der 95 PS starke Benzinmotor. Der Antritt kann sich im Sport-Modus sehen lassen, im Eco-Modus gibt sich der raue Bursche deutlich zahmer. Zum knurrigen Dreizylinder gibt´s eine Fünfgangschaltung dazu, die prinzipiell lang übersetzt und somit auch für Schaltfaule geeignet ist. Umgekehrt verzeiht der Motor auch 50 km/h-Fahrten im fünften Gang ohne Probleme.

Durstig ist der aufgeladene Benziner allemal. Selbst bei moderater Fahrweise auf der Landstraße geht es maximal auf 5,3 Liter runter. Inklusive Stadtverkehr und Autobahn genehmigt sich der Einliter-Benziner im Schnitt 5,8 Liter je hundert Kilometer.

Davon abgesehen fährt der Ibiza nun auf Wunsch auch teilautonom und ist generell mit Seats komplettem, aktuellem Assistenz-Aufgebot ausgerüstet – vom Spurhalte-Assistenten bis zum adaptiven Tempomaten, der neuen Verkehrsschild-Erkennung und der ebenso neuen Fernlicht-Automatik. Jedoch sind bei höheren Geschwindigkeiten Wind- und Abrollgeräusche laut.

Der Fahrkomfort für die maximal fünf Insassen kann sich jedenfalls sehen lassen. Die beheizbaren Vordersitze mit langer Auflagefläche sind bequem und durchaus langstreckentauglich. Platz gibt es zumindest vorne reichlich, hinten geht es klassenüblich eher etwas eng zu. Der sauber verarbeitete Laderaum fasst wie gehabt 355 Liter; auch das geht in Ordnung.

Fazit

Frisch und frech wie eh und je punktet der Seat Ibiza mit Konnektivität und knackigen Fahreigenschaften aber hohem Verbrauch. Auch bei Ausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis weiß der Spanier zu punkten; in Summe ein Einsteigermodell zum Empfehlen.

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