Sechs Verletzte bei nächtlichen Messerattacken in Baden

Messerattacken im Stadtgebiet von Baden bei Wien haben in der Nacht auf Donnerstag nach Polizeiangaben sechs Verletzte gefordert. Als Beschuldigter gilt ein 19-jähriger Österreicher, der festgenommen und am Abend in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert wurde. Nach Polizeiangaben wollte sich der Beschuldigte bei der Einvernahme an nichts erinnern und war demnach nicht geständig.

Als Motiv wird ein Beziehungsstreit vermutet. Die Opfer sind 16 bis 63 Jahre alt. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt.

Zunächst soll der Beschuldigte am späten Mittwochabend am Weikersdorfer Platz in der Kurstadt eine Person verletzt haben. Vier weitere Menschen wurden laut Polizei wenig später nahe einem Lebensmittelmarkt in der Vöslauer Straße attackiert. Eines der Opfer dabei war ein an sich unbeteiligter 63-Jähriger.

Weil der Täter flüchtete, wurde eine Großfahndung eingeleitet. Beteiligt waren zahlreiche Streifen aus Baden und Umgebung, auch zivile. Im Einsatz standen zudem Diensthundeführer, Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich, die in der Folge die weiteren Ermittlungen übernommen haben, sowie kurzzeitig die Flugpolizei mit einem Hubschrauber.

Der Beschuldigte wurde in einem Garten in der Elisabethstraße festgenommen. Er war ebenfalls verletzt, dürfte sich die Schnittwunden am Arm jedoch selbst zugefügt haben. Der Beschuldigte wurde ebenso wie zwei Opfer ambulant versorgt. Drei Verletzte wurden stationär im Krankenhaus aufgenommen. Es bestehe keine Lebensgefahr, betonte ein Polizeisprecher.

Weil es sich bei einer verletzten 16-Jährigen um die Ex-Freundin des Beschuldigten handeln soll, gilt ein Beziehungsstreit als mutmaßliches Motiv für die Bluttat. Die weiteren Opfer sind ein 16-, 19- und 21-Jähriger sowie der Mann (63).

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