Seeed: Bam Bam

Lange Zeit war nicht abzusehen, ob es ein fünftes Album von Seeed („Ding“, „Dickes B“) geben würde. Nach dem überraschenden Tod von Sänger Demba Nabé im vergangenen Jahr dachte die Berliner Band um das verbliebene Gesangsduo Pierre Baigorry alias Peter Fox und Frank Dellé auch tatsächlich daran, aufzuhören.

Aber dann ging es doch noch ins Studio für die Gruppe. Mit „Bam Bam“ ist jetzt ein Album mit elf frischen Songs herausgekommen — extrem tanzbar und Platz-eins-verdächtig. Die Platte erscheint gerade rechtzeitig zur Tournee, die Seeed am 1. November in die Wiener Stadthalle und tags darauf in die Linzer TipsArena bringen wird. Musikalisch von Nabé Abschied genommen haben Seeed mit der bereits veröffentlichten Single „Ticket“, die auch das Album eröffnet.

Schon dieses Stück, aber auch der folgende Song „Lass sie gehn“ oder „G€ld“ stehen für das bewährte Gespür der Band, mit ihren Beats direkt auf die Beine zu zielen. Gleich viermal haben sich Seeed musikalische Verstärkung für das Album geholt, u. a. von Deichkind. Entsprechend vielfältig zeigt sich „Bam Bam“.

Das neue Album bringt eine gut hörbare Mischung mit Dub, Hip-Hop, Dancehall, Afro-Trap und Reggae zusammen. Dazu werden bei „What A Day“ noch dramatische Violinen und schicksalsschwere Streichbässe mit verspielten Cembalo-Tönen vermengt.

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