Senioren „eine kleine Großmacht“

Seniorenbund-Chef LH a. D. Pühringer fordert Vertretung auf allen Listen

In Urfahr-Umgebung startete der OÖ Seniorenbund seine Tour durch die Bezirke. „Nach diesem schwierigen Jahr, unter dem das soziale Leben der Generation 60+ besonders stark gelitten hat, wird es von großer Bedeutung sein, die Seniorinnen und Senioren von der Zeit der Corona-Pandemie zurück in die Normalität zu begleiten. Mit dem vielfältigen Angebot der 26 Seniorenbund-Ortsgruppen im Bezirk Urfahr Umgebung sind wir für diese Aufgaben bereits bestens gerüstet“, sind sich (v. r.), Landesobmann LH a. D. Josef Pühringer, Bezirksobmann LAbg. a. D. Arnold Weixelbaumer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner einig.
In Urfahr-Umgebung startete der OÖ Seniorenbund seine Tour durch die Bezirke. „Nach diesem schwierigen Jahr, unter dem das soziale Leben der Generation 60+ besonders stark gelitten hat, wird es von großer Bedeutung sein, die Seniorinnen und Senioren von der Zeit der Corona-Pandemie zurück in die Normalität zu begleiten. Mit dem vielfältigen Angebot der 26 Seniorenbund-Ortsgruppen im Bezirk Urfahr Umgebung sind wir für diese Aufgaben bereits bestens gerüstet“, sind sich (v. r.), Landesobmann LH a. D. Josef Pühringer, Bezirksobmann LAbg. a. D. Arnold Weixelbaumer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner einig. © OÖ Seniorenbund

Der Seniorenanteil (Durchschnitt aller Bezirke) an den Wahlberechtigten liegt in Oberösterreich bei rund 33,3 Prozent, sprich von den ca. 1,1 Millionen Wählerinnen und Wähler gehören somit 370.000 der Generation 60+ an.

„Bei den kommenden Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Herbst, sind die Senioren eine politische Größe, wie sie es noch nie gewesen sind“, erklärt Seniorenbund-Landesobmann LH a. D. Josef Pühringer.

Er wird gemeinsam mit Landesgeschäftsführer Franz Ebner durch alle Bezirke touren, um Informationen und Beratung zu geben. In den kommenden Wochen sind an 55 Standorten rund 110 Sprechtage geplant.

Der Fokus der Beratungen, die diesmal in Kooperation mit dem ÖAAB stattfinden, liege beim Pensionsantritt und bei Steuerfragen.

Ein politisches Ziel ist ebenfalls bereits jetzt klar. Man wolle nicht nur auf Landesebene Mitsprache: „Wir wollen in allen Gemeinden als Seniorenbund auf der ÖVP-Liste kandidieren und zwar zumindest mit einem Kandidaten an wählbarer Stelle. Der Seniorenbund verfügt über genügend aktive, engagierte und interessierte Senioren, die für die Funktion eines Gemeinderates oder einer Gemeinderätin bestens geeignet sind“, so Pühringer.

Denn der Standort bestimme den Standpunkt und man könne sich selbst am besten vertreten: „Bei Seniorinnen und Senioren reden wir nicht von den entenfütternden Personen im Park, sondern von selbstbestimmten Menschen, die einen enormen Beitrag für die Gesellschaft leisten und mit ihrer Erfahrung in den politischen Gremien Vieles bewegen können“, so der Landesobmann.

In den kommenden Wochen werde man darüber hinaus ein eigenes Wahlprogramm erstellen und dieses dann gemeinsam mit den Kandidaten präsentieren.

Weg in die Normalität

In der Pandemie waren Senioren quasi ein Jahr in „Quarantäne“, die Impfung müsse nun die „Eintrittskarte“ in die Normalität werden. So müsse es bei den Besuchsregelungen aber auch bei der Gastronomie Lockerungen geben.

Die derzeit noch geringere Impfbereitschaft der Menschen zwischen 65 und 70 erklärt sich Pühringer auch damit, dass viele überrascht waren, dass sie bereits dran sind. Er gehe davon aus, dass die Quote noch deutlich steigen wird und er appelliert, dass Impfangebot auch anzunehmen.

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