Senioren erfunden und 1,35 Mio. Euro Rente kassiert

Leitender Mitarbeiter flog erst nach 16 Jahren auf

Ein Mitarbeiter der Pensionsversicherungsanstalt PVA muss sich am kommenden Mittwoch wegen „betrügerischen Datenmissbrauchs“ vor einem Schöffensenat am Landesgericht Klagenfurt verantworten.

Er hatte Pensionisten „erfunden“ und ihre Pensionen für sich einkassiert. In der Anklage ist von 1,35 Millionen Euro Schaden die Rede. Nach einer internen Untersuchung war die Sache vor etwa einem Jahr aufgeflogen.

Der Angeklagte legte Akten über nicht existierende Personen im EDV-System der PVA an. Er ließ ihnen ihre Pensionen zukommen, die über Umwege auf seinem Konto landeten. Er begann im Jahr 2005, 16 Jahre lang ging die Sache gut, was wohl auch daran lag, dass er bei der PVA eine leitende Funktion einnahm.

Dadurch wusste er frühzeitig von bevorstehenden Kontrollen und konnte sein Tun verschleiern. Er meldete seine erfundenen Pensionisten einfach aus dem EDV-System ab und nach der Kontrolle wieder an.

Der Ex-Mitarbeiter – er wurde inzwischen entlassen – ist zu der Angelegenheit geständig. Er bestreitet allerdings die Höhe des angerichteten Schadens.

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