September-Länderspiele ohne Publikum – Supercup Pilotversuch

Die Fußball-Länderspiele im September werden wegen der Coronavirus-Situation ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Dafür sprach sich der europäische Verband UEFA am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit allen 55 Generalsekretären seiner Mitgliedsverbände aus. Eine endgültige Entscheidung wird das UEFA-Exekutivkomitee in den kommenden Tagen fällen.

Für den ÖFB bedeutet dies, dass zum Auftakt der Nations League sowohl das Gastspiel am 4. September in Norwegen als auch das Heimspiel am 7. September in Klagenfurt vor leeren Rängen stattfinden werden. Das Duell mit Erling Haaland und Co. in Oslo wird das erste ÖFB-Länderspiel nach 290 Tagen Corona-Pause.

Davor versammelt Teamchef Franco Foda seine Auswahl ab 31. August unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zu einem Trainingslager in Pörtschach. Zuletzt war das ÖFB-Team am 19. November (0:1 in Lettland zum Abschluss der EM-Qualifikation) auf dem Platz gestanden.

Laut UEFA-Angaben ist es noch zu früh, Zuschauer zu den kommenden Länderspielen zuzulassen. Stattdessen soll zuvor bei anderen Partien getestet werden, wie sich Stadionbesucher auf die aktuell gültigen, strengen Hygieneprotokolle auswirken. Als erster Pilotversuch mit Zuschauern sei der UEFA Super Cup angedacht, in dem einander am 24. September in Budapest die Gewinner von Champions League und Europa League gegenüberstehen.

Für die Länderspiele im Oktober und November sowie die dann auch startenden Gruppenphasen in Champions und Europa League wird die Situation laufend neu bewertet. Das ÖFB-Nationalteam bestreitet im Oktober ein Testspiel in Klagenfurt gegen Griechenland (7.) sowie zwei Nations-League-Gastspiele in Nordirland (11.) und Rumänien (14.). Im November folgen ein Test in Luxemburg (11.) sowie die beiden abschließenden Nations-League-Heimspiele in Wien gegen Nordirland (15.) und Norwegen (18.).

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