Sicher in die Schule kommen

Mobilitätstipp von ÖAMTC-Psychologin Marion Seidenberger

Der Weg in die Schule kann mitunter herausfordernd sein – sowohl für Schüler als auch für Eltern. ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger appelliert, bereits einige Wochen vor Schulbeginn den Schulweg zu trainieren: „Ideal ist es, zwei bis drei Wochen vor dem ersten Schultag gemeinsam öfters den Weg in die Schule zu gehen. Mit wenigen Durchgängen ist es allerdings nicht getan: Verhaltensempfehlungen müssen oft vorgezeigt, wiederholt und besprochen werden“, so Seidenberger.

Sinnvoll ist außerdem, dem Kind in einem zweiten Erklärungsschritt, Szenarien vorzugeben. Was würdest du tun, wenn plötzlich ein Müllauto auf dem Zebrastreifen vor dir hält? So versetzt man das Kind in verschiedene Situationen und kann Lösungsvorschläge unterbreiten beziehungsweise Antworten korrigieren.

Der Schulweg sollte nicht nur unter Idealbedingungen, sondern wirklichkeitsgetreu und zu üblichen Zeiten geübt werden. „Die Herausforderung an einem Donnerstagmorgen mit Berufsverkehr ist eine ganz andere als an einem Sonntagmorgen“, weiß die Verkehrspsychologin.

Um als Erwachsener Gefahren für Kinder zu erkennen, ist eine effektive Möglichkeit, sich auf Augenhöhe des Kindes zu begeben. Eltern werden merken, dass in dieser Höhe oftmals der nötige Überblick fehlt – etwa aufgrund von Werbetafeln, Gebüschen oder Baustellen.

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