Sieben-Tage-Inzidenz erneut leicht gestiegen

Die Corona-Werte bleiben in Österreich weiterhin auf einem zu hohem Niveau: Die Sieben-Tages-Inzidenz ist am Dienstag erneut leicht gestiegen, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage liegt bei 220. 2.628 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 und 118 Todesfälle wurden in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Die Patientenanzahl in Spitälern stieg um 45 auf 3.524, während jene in den Intensivstationen um 21 auf 573 leicht zurück ging.

Vor drei Wochen wurde der bisherige Höchststand an belegten Intensivbetten erreicht, 709 Covid-19-Patienten benötigten damals intensivmedizinische Behandlung. In den vergangen sieben Tagen starben im Schnitt 92 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, die Zahl der Toten stieg in einer Woche um 646 auf 4.648 Personen. 3.576 Personen wurden als wieder genesen gemeldet, somit beträgt die Zahl der aktiv Infizierten aktuell 35.281 Personen. Seit Beginn der Pandemie wurden in Österreich 327.679 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Die meisten Neuinfektionen wurden am Mittwoch mit 491 aus Niederösterreich gemeldet. 467 neue Fälle gab es in Oberösterreich, 397 in Salzburg und 326 in Wien. Es folgen die Steiermark (307) und Kärnten (301), Tirol vermeldete 217 Fälle, 82 Vorarlberg und 40 Neuinfektionen kamen aus dem Burgenland dazu.

Die Siebentages-Inzidenz steigt seit Montag wieder leicht an und steht derzeit bei 220, unter dem Österreich-Schnitt liegen Vorarlberg, Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Werte über 300 erreichen die zwei Bundesländer Kärnten und Salzburg mit 300 bzw. 304, sie weisen auch eine steigende Tendenz auf. Insgesamt wurden am Dienstag die Ergebnisse von knapp 21.000 PCR-Tests bekannt gegeben, der Anteil an positiven Testergebnissen im Sieben-Tage-Schnitt betrug rund zwölf Prozent.

Das Innenministerium hat seit Beginn des harten Lockdowns am 17. November 5.968 Anzeigen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz registriert. Dazu kamen 2.284 Organmandate nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz (2.211) und nach dem Epidemiegesetz 1950. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) appellierte vor diesem Hintergrund, im Privatbereich vorsichtiger vorzugehen.

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„Die Zahl der Anzeigen ist seit Tagen rückläufig. Dennoch wird die Zahl der täglichen Neuinfektionen nicht im notwendigen Ausmaß geringer. Ein großer Teil der Neuinfektionen ist daher auf den privaten Lebensbereich zurückzuführen“, sagte Nehammer. Er warnte wenige Tage vor Weihnachten, „dass der Leichtsinn nicht in die Wohnungen der in Österreich lebenden Menschen Einzug halten“ dürfe.

„Wir müssen vor allem auch im privaten Lebensbereich jetzt noch vorsichtiger sein, wenn wir uns nach den Weihnachtsfeiertagen nicht in einer katastrophalen Situation wiederfinden wollen“, sagte Nehammer. „Nicht alles, was im privaten Bereich erlaubt ist, muss auch wirklich getan werden. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten gilt: Weniger ist oft mehr – um es in einfachen Worten zu sagen“, betonte der Innenminister.

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