Silberberger zu trister ÖFB-Stimmung: EM „glorifiziert“

Die schlechte Stimmung um die Fußball-Nationalmannschaft nach deren jüngsten Misserfolgen hat laut WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger unmittelbar mit der EM zu tun. „Das Problem, dass man als österreichisches Nationalteam jetzt so schlecht dargestellt wird, ist, weil man die EURO glorifiziert hat“, sagte Silberberger am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. „Und darum sind wir jetzt da, wo wir sind und alles wird infrage gestellt.“

Die mediale Öffentlichkeit habe das Abschneiden des ÖFB-Teams nicht korrekt aufgearbeitet, meinte der Tiroler Trainer. „Wenn man es richtig aufarbeitet, muss man die ersten zwei EURO-Spiele auch infrage stellen.“ Er ging dabei auch ins Detail. „Wir haben nur gegen Italien gut gespielt, gegen Nordmazedonien und Holland einen Dreck und gegen Ukraine okay. Man hat dann die EM als sensationell hingestellt. Sie war nicht sensationell. Ein gutes Spiel gegen Italien – und das hat man verloren.“

Die Endzeit-Stimmung und Ablösediskussionen um Teamchef Frano Foda hält Silberberger dementsprechend ebenfalls für überzogen. „Nach dem Italien-Spiel hat man ihn gefeiert. Jetzt ist scheinbar nur der Franco Foda schuldig, als ob elf Franco Fodas gespielt hätten. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen.“

Angesichts der kommenden Europacup-Abenteuer der Bundesliga-Clubs glaubt Silberberger aber, dass Fußball-Österreich schlagartig wieder „in einem anderen Licht gesehen“ werde. „Denn Vereinen wie Red Bull Salzburg, LASK, Sturm Graz, Rapid, denen traue ich einiges zu.“

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