„Sind sicher schwer zu schlagen“

Spanien will nach letzten Enttäuschungen um den EM-Titel mitreden

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Bei den Buchmachern liegt Spanien hinter Frankreich, England, Belgien und Deutschland lediglich auf Rang fünf, wenn es um die Favoriten auf den EM-Titel geht. „La Furia Roja“ (die rote Furie) hat ihren Schrecken längst verloren.

Bei der EURO 2016 kam das Aus ebenso wie bei der WM 2018 bereits im Achtelfinale. Nach einer Quali mit nur zwei Remis (eines davon gegen EM-Gegner Schweden) hoffen die Fans des dreifachen Europameisters (1964, 2008, 2012) und Weltmeisters (2010) aber wieder auf bessere Zeiten.

Zwei Europameister von 2012 noch dabei

Vom letzten EM-Triumph sind nach dem Ausfall von Sergio Ramos (35) nur noch Jordi Alba (32) und Sergio Busquets (32; letzte Woche positiv getestet) mit dabei und wären auch gesetzt. Eine neue „goldene Generation“ muss sich erst finden — und sie hat ein Problem. Es fehlt ein verlässlicher Goalgetter.

An vorderster Front ist zwar Alvaro Morata gesetzt und dessen Quote mit 19 Treffern in 39 Länderspielen recht ordentlich, doch der 28-Jährige gilt nicht als gestandener Torjäger. Die Flügelspieler Ferran Torres (21 Jahre, Marktwert 50 Mio. Euro), Mikel Oyarzaba (24, 70 Mio.) oder Pedri (18, 70 Mio.) müssen sich erst bei einem großen Turnier beweisen. Gleiches gilt für Spielmacher Marcos Llorente (26, 80 Mio.). Hinten fungiert der eingebürgerte Franzose Aymeric Laporte (27) von Manchester City statt Ramos als Abwehrchef.

Nur 24 Mann dabei

Für Teamchef Luis Enrique hat die Mannschaft das Potential, um den Titel mitzuspielen. „Ich bin überzeugt, dass wir sehr schwer zu schlagen sein werden“, betonte der 51-Jährige. „Wir gehören zu den sechs bis sieben Favoriten.“ Enrique scheint übrigens sehr überzeugt von seinen Mannen zu sein, denn er nominierte nur 24 anstatt der Corona-bedingt erlaubten 26 Spieler für das Turnier.

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