Skoda Superb – Der Name ist Programm

Die tschechische VW-Tochter Skoda hat den Superb überarbeitet und das Flaggschiff nochmals verfeinert.

Dreieinhalb Jahre nach der Einführung hat Skoda sein Flaggschiff, den Superb, umfassend modernisiert. Zu den Änderungen zählen nun der größere Grill mit Doppelstreben sowie die flacher gehaltenen Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer und am Heck sticht eine Chromleiste als Verbindung zwischen den Voll-LED-Leuchten nobel heraus.

LED-Nebelscheinwerfer, die auch zum Abbiegelicht werden, sind serienmäßig. Darüber hinaus prägt der Skoda-Schriftzug in Einzelbuchstaben den optisch agilen Gesamteindruck des 4,86 Meter langen Kombis.

Typenschein

Skoda Superb Combi 4×4 Sportline TSI DSG

Preis: ab € 55.630,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 66.652,98 unter anderem inklusive automatischer Distanzregelung € 801,32, elektrischer Heckklappe € 196,98, Dreizonen-Klimaanlage € 293,46, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen € 541,36, beheizbarem Lederlenkrad € 148,74, Rückfahrkamera € 420,76, Standheizung € 1094,78, Panorama-Glasschiebedach € 1358,76, Radio Navigation „Columbus“ € 1967,12 und beheizbaren Rücksitzen € 276,04; einen Skoda Superb Sportline (150 PS TSI ACT) gibt es ab € 42.110,-
NoVA/Steuer: 14 %/ € 1459,44 jährlich
Garantie: 2 Jahre ohne km-Begrenzung, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 30.000 km oder alle 2 Jahre

Technische Daten:
Motor: R4, 16V, Direkteinspritzung, Turbolader, 1984 cm³, 200 kW/272 PS bei 5500 U/min, max. Drehmoment 350 Nm bei 2000-5400 U/min
Getriebe: Siebengangautomatik
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 5,7 s
Leistungsgewicht: 6,46 kg/PS
MVEG-Verbrauch: 9,3 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 9,5 Liter
CO2-Ausstoß: 161 g/km
NOx: 0,0451 g/km; Euro 6

Eckdaten:
L/B/H: 4862/1864/1481 mm
Radstand: 2841 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1758/2307 kg
Kofferraum: 660-1950 Liter
Tank: 66 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 235/40 R19 96W auf 19“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/ACC/TPMS
Airbags: 8

Agil geht es auch unter der langen Motorhaube zu. Der Testwagen wartet nämlich mit einem 272 PS starken Reihen-Vierzylinder auf, dessen maximales Drehmoment bei satten 350 Newtonmetern liegt.

In der Praxis gibt das aufgeladene Benzinaggregat nach einer Gedenksekunde seine Kraft unmittelbar an die vier Räder weiter, der Spurt Richtung Hundertermarke gelingt dem 1758 Kilogramm schweren Wagen binnen 5,7 Sekunden; dabei arbeitet sich die Siebengang-Doppelkupplung rasch, präzise und nahezu ruckfrei nach oben. Schluss ist bei Tempo 250, wobei der Superb auf dem Weg dorthin immer souverän agiert, auch wenn bei Volllast bei höheren Geschwindigkeiten der Motor etwas lauter und rauer dröhnt.

Beim Verbrauch sollte man sich nicht schrecken: Der liegt im Durchschnitt bei 9,5 Litern, da hilft auch der Eco-Modus nur bedingt und wenn es der Sport-Modus sein soll, kann der Verbrauch auch in den zweistelligen Bereich wandern. Das Fahrwerk passt sich dem jeweiligen Fahrmodus wunderbar an: Sanft und weich im Eco- und Comfort-Modus, straff und sportlich im Sport-Modus lässt sich der Superb auch wunderbar durch schnelle Kurvenpassagen treiben wobei er im Grenzbereich minimal zum Untersteuern neigt. Abgerundet wird das feine Fahrgefühl durch eine präzise und schnelle Lenkung sowie gut dosierbare Bremsen.

Doch nicht nur äußerlich, auch bei den Assistenzsystemen ist der Superb auf der Höhe der Zeit. Im 66.600 Euro teuren Fünfsitzer, der einen wuchtigen Radstand von 2841 Millimetern aufweist, sind Helferlein wie Verkehrszeichenerkennung, adaptiver Tempomat mit vorausschauender Geschwindigkeitsregelung (passt sich also automatisch an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an), Fußgängerschutz, Toter-Winkel-Warner sowie Licht-Automatik an Bord.

Auch der opulente und großzügig gestaltete Innenraum kann sich sehen lassen. Die schwarzen Ledersitze mit weißen Ziernähten in der ersten Reihe sind elektrisch einstellbar und beheizbar. Das massive und mit vielen Tasten belegte Lederlenkrad (ebenfalls mit Nähten verziert) wird auf Knopfdruck ebenfalls warm und die Ablageflächen sind vorne wie hinten üppig und mannigfaltig. Die Kommandozentrale für fast alles ist das 9,2 Zoll große leicht erhaben aufgesetzte 9,2 Zoll große Touchdisplay mit logisch und intuitiv zu erfassenden Menüs.

Lediglich die Steuerung der Klimaanlage erfolgt über Tasten und Drehregler unterhalb des Bildschirms. Drehregler für die Lautstärke gibt es nicht (ein Minus), dafür funktioniert die Sprachsteuerung tadellos. Das virtuelle Cockpit lässt sich individuell einstellen, dass quasi für jeden Geschmack was dabei ist. Und die Platzfreiheit ist vorne wie hinten kaum enden wollend.

Hinter der elektrisch aufschwingenden Heckklappe befindet sich dann noch der gewohnt opulente Laderaum mit 660 bis 1950 Litern bei vorgeklappter Rücksitzlehne. Auch hier gilt – wie für das gesamte Fahrzeug: Verarbeitung auf höchstem Niveau, clever durchdacht und funktional.

Fazit: Mit dem äußerlich dezenten Facelift hat Skoda sein Flaggschiff technisch auf den neuesten Stand gebracht, speziell bei den Assistenzsystemen. Der Weg des Bestsellers – bereits mehr als 1,3 Millionen verkaufte Exemplare – ist somit fortgezeichnet.

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