Slipknot: We Are Not Your Kind

Die US-Metal-Band Slipknot hat Anfang August ihr neues Album herausgebracht und das ist nichts für schwache Nerven: Es geht um Schmerz, Tod, Lügen und Enttäuschung. Das Album ist so gnadenlos, so bitter, so wütend und brutal geworden wie schon lange keines mehr.

„Ich bin zu jener Zeit durch eine sehr dunkle Phase gegangen, habe echte körperliche Schmerzen gespürt, physisch manifestierte Depression“, sagte Sänger Corey Taylor der Zeitschrift „Metal Hammer“.

„Zum Glück gab es die Musik, in der ich aufgehen konnte. Meine Geschichte drückt sich in der Musik, den Songs und diesem Album aus.“ Manchmal haben die neuen Slipknot-Songs melodische Episoden, die kurz zumindest die theoretische Möglichkeit der Erlösung anzudeuten scheinen, doch diese sind selten von Dauer. Vier Jahre hat sich die Band Zeit gelassen für ihr sechstes Album.

„Noch nie hat die von uns gemachte Kunst ein so erfüllendes Gefühl verschafft, ganz einfach, weil so viel Zeit darin steckt“, so Slipknot-Percussionist Shawn Crahan. „Fast vier Jahre, um diese Emotion und Temperatur entstehen zu lassen – und der Lohn ist nicht weniger als Erlösung.“

Diese will für den Hörer aber nicht so wirklich eintreten. Die namensgebende Single „All Out Life“ ist leider nicht auf dem Album vertreten, weil ihr laut Taylor „eine viel positivere Grundstimmung“ innewohne.

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