Slowene Polanc übernahm im Giro d’Italia das Rosa Trikot

Der Slowene Jan Polanc hat am Donnerstag nach der 12. Etappe erstmals das Rosa Trikot des Giro d’Italia übernommen. Der 27-jährige Radprofi erreichte das Ziel nach 158 km von Cuneo nach Pinerolo als Sechster (+25 Sekunden) und löste seinen Emirates-Teamkollegen Valerio Conti an der Spitze ab. Den Tagessieg sicherte sich im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe der Italiener Cesare Benedetti.

Topfavorit Primot Roglic kam gut acht Minuten nach dem Tagessieger mit anderen Sieganwärtern ins Ziel. Miguel Angel Lopez (COL) und Mikel Landa (ESP) holten aber nach einer Attacke in einem Anstieg rund 37 km vor dem Ziel 30 Sekunden Guthaben auf den Slowenen heraus. Der bisherige Gesamtführende Conti büßte noch zusätzliche 2:30 Minuten ein.

Polanc hat schon zwei Giro-Bergetappen gewonnen und war 2017 Gesamt-Elfter. Er verbesserte sich vom 23. Platz und führt 4:07 Minuten vor Roglic, der Zweiter blieb, und 4:51 vor Conti. Der zweifache Giro-Sieger Vincenzo Nibali ist Gesamt-Fünfter (+5:51 Min.).

Die Italien-Rundfahrt ist nun in den Bergen angekommen. Die 13. Etappe am Freitag endet nach zwei Pässen mit einer Bergankunft beim Lago Serru oberhalb von Ceresole Reale nach einem 20-km-Anstieg in 2.247 m Höhe nahe der französischen Grenze.

Der 31-jährige Benedetti hatte in der letzten Steigung (rund 20 Prozent) etwa 2,5 km vor dem Ziel zunächst den Anschluss an die Spitze verloren, kam aber wieder heran und feierte vor seinem Landsmann Damiano Caruso seinen ersten Profisieg. Er sorgte für den dritten Erfolg des Bora-Rennstalls bei der 102. Auflage.

Der Kärntner Marco Haller befand sich zunächst in einer größeren Ausreißergruppe, fiel aber wie andere Fahrer bei einer Bergwertung zurück und musste dann auch noch seinem “Chef” im Katjuscha-Team, dem von einem Defekt betroffenen Russen Ilnur Sakarin, sein Rad überlassen. Der Oberösterreicher Michael Gogl durfte sich als Helfer des Niederländers Bauke Mollema über dessen sechsten Gesamtrang freuen.

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