Smog: 17 Mio. Babys leiden

UNICEF-Bericht: Luftverschmutzung kann ihre Gehirne massiv schädigen

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NEW YORK — Luftverschmutzung bedroht massiv die Entwicklung des Baby-Gehirns. Nach einem aktuellen Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF leiden weltweit rund 17 Millionen Babys unter einem Jahr unter extrem schmutziger Luft.

Während Atemwegsprobleme und chronische Lungenkrankheiten schon länger mit Feinstaubbelastung in Zusammenhang gebracht werden, weisen laut UNICEF immer mehr wissenschaftliche Studien auch auf „mögliche neue Risiken“ für die frühkindliche Entwicklung des Gehirns hin. Demnach können Feinstaubpartikel Schäden an der Blut-Hirn- Schranke von Babys verursachen. Diese Barriere verhindert den unkontrollierten Eintritt von Blutbestandteilen oder Substanzen im Blut ins Gehirn. Schäden an der Blut-Hirn-Schranke werden mit Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson im Alter in Verbindung gebracht.

Es gebe zunehmend Hinweise, dass Luftverschmutzung „den verbalen und non-verbalen Intelligenzquotienten und das Gedächtnis“ bei Kindern beeinträchtige sowie zu „neurologischen Verhaltensstörungen“ führe, heißt es in dem Bericht. Giftstoffe in der Luft „beeinflussen das Lernverhalten von Kindern und ihre Sprach- und Motorikfähigkeiten“, sagte Studienautor Nicholas Rees. Dem Bericht zufolge leben mehr als 16 Mio. der in stark luftverschmutzten Regionen lebenden 17 Millionen Babys unter einem Jahr in Asien. In Indien ist die Lage demnach am schlimmsten, gefolgt von China. Wegen Dauer-Smogs mussten im November in der indischen Hauptstadt Neu Delhi die Schulen geschlossen werden.