So bleibt die Motivation erhalten

Im März sind alle guten Vorsätze vom Jahresbeginn meist schon wieder dahin. Wer sich aber realistische Ziele setzt und sich den Trainingsplan in kleine Schritte einteilt, hat gute Chancen seine gesteckten Ziele auch zu erreichen.

Mehr Sport, gesünder leben, was zu Jahresbeginn noch so einfach erschien, ist im März oft schon wieder vergessen. Einfache Tricks helfen bei der Bekämpfung des inneren Schweinehundes. © Yvonne Weis - stock.adobe.com

Während zu Beginn des Jahres die Fitnessstudios mit Menschen überfüllt sind, hängen die Sportschuhe bei vielen oft schon im März wieder am Nagel.

Zwar nagt das schlechte Gewissen, aber häufig ist nach wenigen Wochen der Antrieb verloren gegangen. Eine Veränderung unserer Denkweise und unseres Handelns könnte viele Probleme lösen.

Realistische Ziele setzen

„Motivation hat den größten Stellenwert beim Erreichen eines Zieles, vor allem, wenn es um langfristige Pläne geht“, erklärt Doris Eckerstorfer, Physiotherapeutin am Klinikum Rohrbach. Wichtig sei eine klare, realistische Zielsetzung. „Wer sich im Jänner vornimmt, mehr Sport zu treiben und im April schon einen Marathon laufen will, setzt sich unrealistische Ziele“, bringt Eckerstorfer die Situation auf den Punkt. Außerdem: Je mehr Spaß und Freude man an der Bewegung hat, desto intensiver und ausdauernder bewegt man sich.

Ist die Motivation einmal gefunden, gilt es diese aufrecht zu erhalten. Hier rät die Physiotherapeutin einen Partner mit ins Boot zu holen: „Die Unterstützung eines engen Freundes ist maßgeblich. Freunde, die beispielsweise auch joggen, motivieren uns dazu. Auch die Teilnahme an Bewegungsgruppen oder der Beitritt zu einem Verein stellen Möglichkeiten dar, um gemeinsam mit anderen Menschen Sport zu treiben und somit die Motivation für Bewegung längerfristig zu erhalten“.

Kleine, messbare Schritte

Wichtig sei es zudem, Zeit für das Training zu schaffen und diese Zeiten auch in den Terminkalender einzutragen. Die Expertin empfiehlt auch, den Trainingserfolg an kleinen, messbaren Steigerungen festzumachen statt am langfristigen Ziel. Die Identifikation mit den eigenen Zielen steigert die Motivation erheblich. Umgekehrt kann sich ein Vorhaben, mit dem man sich wenig identifiziert, sogar demotivierend auswirken.

Dann sollten bereits erreichte Erfolge reflektiert und die persönlichen Ziele gegebenenfalls adaptiert werden. „Das ist wie beim Zusammenspiel zwischen Bergführer und Gast. Der Gast gibt das Gipfelziel vor, der Bergführer kennt den Weg nach oben. Allerdings muss der Gast selbstständig gehen und auch sein Gepäck tragen können. Die Kraft der Veränderung kommt also aus den eigenen positiven Zielen“, so die Physiotherapeutin.

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