So bleibt kein Auge trocken

Gerade im Winter wird das Auge bei der Büroarbeit besonders belastet. Die trockene Heizungsluft und Viren und Bakterien, die vor allem auf der Tastatur lauern, setzen dem Sinnesorgan zu.

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Zu keiner anderen Jahreszeit wird das Auge bei der Arbeit im Büro so belastet wie im Winter: Die Luft ist durch die Heizung trocken. Das schwache Tageslicht strengt bei der Bildschirmarbeit an. Und Tastaturen und Computermäuse sind ein Paradies für Bakterien und Viren, die in die Augen geraten können. Die Landesinnung der Augenoptiker/ Optometristen verrät, wie man das wichtige Sinnesorgan schützen kann:

  • Luftfeuchtigkeit erhöhen: „Das ständige Heizen im Büro führt zu einer trockenen Luft, das schadet wiederum den Augen“, weiß Landesinnungsmeister Peter Gumpelmayer. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und idealerweise einen Wert zwischen 40 und 45 Prozent zu erreichen, können große Pflanzen aufgestellt werden. Diese geben 95 Prozent des Wassers, mit dem sie gegossen werden, wieder an den Raum ab. Alternativ können auch Schalen mit Wasser aufgestellt werden. Ist die Luft draußen feuchter als im Inneren, nutzt auch regelmäßiges Stoßlüften – einmal pro Stunde, mehrere Minuten lang.
  • Kampf gegen das Büroaugen-Syndrom: Das sogenannte Büroaugen-Syndrom, das sich u. a. durch Kopfschmerzen manifestiert, verschlechtert sich im Winter. Hervorgerufen wird es durch das lange Starren auf den Bildschirm. „Bei der Bildschirmarbeit wird der Lidschlag langsamer. Durchschnittlich wird zirka zwölf Mal pro Minute geblinzelt. Beim Starren auf das Display reduziert sich dies auf fünf Mal pro Minute. Die Folge, der Tränenfilm kann nicht in den richtigen Abständen erneuert werden“, erklärt Gumpelmayer. Den Augen sollten regelmäßige Pausen von allen Bildschirmen – auch von Handys gegönnt werden.
  • Gesundes Essen in der Mittagspause: In der kalten Jahreszeit fällt es einem noch schwerer, sich gesund zu ernähren. Gedanken an das leichte Essen und die Sommerfigur sind noch weit weg. Doch zur Sicherstellung der Gesundheit des Auges und der Vorbeugung von Augenkrankheiten gehört aber auch eine ausgewogene Ernährung. Auch im Winter gibt es viele Gemüse- und Obstsorten, in denen massenhaft Vitamine stecken. Brokkoli hat zum Beispiel viel Vitamin C, das für eine bessere Sehkraft sorgt. Paprika und Spinat liefern ebenfalls gesunde Nährstoffe. „Aber auch Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen, Zitrusfrüchte und Süßkartoffeln halten das Auge fit“, sagt Gumpelmayer.
  • Desinfizieren: Bakterien und Viren werden in öffentlichen Räumen blitzschnell verbreitet. Hotspot am Arbeitsplatz ist die Computertastatur. „Wer bereits angeschlagen ist, sollte vermeiden, sich selbst in die Augen zu greifen, denn brennen und jucken die Augen, ist eine Bindehautentzündung schnell ausgelöst, warnen Mediziner. Der Arbeitsplatz sollte regelmäßig von Staub befreit, Tastatur und Maus desinfiziert werden. Selbiges gilt auch für das Firmentelefon. Regelmäßiges Händewaschen ist wichtig.
  • Erleuchtung: Beim Arbeiten bei Tageslicht sind die Augen am dankbarsten. Der Monitor sollte immer um 90 Grad angewinkelt zum Fenster stehen, um Spiegelungen zu vermeiden. Grelles Licht am Bildschirm sollte vermieden werden und der Kontrast möglichst hochgestellt sein“, verrät der Landesinnungsmeister. Natürliches Licht, das dem Tageslicht am nächsten kommt, geben warme Deckenlampen in einer Kombination mit einer Schreibtischlampe.