So kann der LASK die Übermacht stoppen

Um am Donnerstag (20) im Istanbuler Hexenkessel zu bestehen, holte sich LASK-Trainer Glasner sogar Tipps von Ralf Rangnick

LASK-Trainer Glasner © APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER

Istanbul hat einiges zu bieten. Die Bosporus-Brücke, die Hagia Sophia, 15 Millionen Einwohner, dazu liegt die Welt-Metropole mit Europa und Asien auf zwei Kontinenten. Staunender Gast will der LASK beim Quali-Hinspiel am Donnerstag zur Europa League (20 MESZ, live LT1) gegen Besiktas aber auch im nicht minder eindrucksvollen Vodafone Park, der übrigens auf europäischem Boden steht, nicht sein. „Unsere Erwartung ist, dass wir uns zutrauen, unser Spiel durchzubringen. Wir wollen lästig sein“, betonte Trainer Oliver Glasner. Das braucht der LASK, um die Millionentruppe von Besiktas zu ärgern:

Stabile Defensive: Die Außenbahnen müssen gut zugestellt werden, im Sechzehner darf Klasse-Spielern wie Babel, Lens oder Negredo kein Platz gelassen werden. Nicht so, wie zum Ligastart gegen Salzburg, als man zwar meist Überzahl im Strafraum schaffte, aber den Gegner nach Belieben gewähren ließ.

bezahlte Anzeige

Aggressives Offensivpressing: Zumindest situativ den Gegner, dessen Liga erst am Wochenende beginnt und der noch nicht im Spielrhythmus steht, früh zu attackieren, kann sicher ein Mittel sein.

Perfektes Pressing nötig

Zumal Besiktas das aus der Meisterschaft weniger kennt. Routiniers wie Pepe oder Vida wissen allerdings damit umzugehen, demzufolge muss das Pressing perfekt klappen.

Offensive Nadelstiche: Nur tief zu stehen und auf ein gutes Ergebnis zu hoffen, wird nicht reichen. Es braucht regelmäßige Entlastungsangriffe, zudem gilt es, die wohl wenigen Chancen effektiv zu nutzen.

Mut und Selbstvertrauen: Weder vor den großen Namen, noch vor deren Marktwert oder der Atmosphäre dürfen sich die Athletiker einlullen lassen. Der Glaube an die eigenen Stärken und eine breite Brust werden entscheidende Faktoren. Klarerweise aber leichter gesagt, als getan.

Kühler Kopf: Die Besiktas-Anhänger gelten als lauteste Fans der Welt, das 42.000 Zuschauer fassende Stadion wird gut gefüllt sein. Damit seine Schützlinge, anders als etwa Leipzigs Timo Werner im Vorjahr in der CL, kühlen Kopf bewahren, holte sich Glasner Tipps von RB-Trainer Ralf Rangnick. Leipzig hatte dort mit 0:2 verloren. „Wir haben uns ausgetauscht. Ich bin gespannt auf die Atmosphäre, aber wir freuen uns. Das haben wir in Österreich nicht“, sagte Glasner.

cg