Sommer-Maskenpflicht im Supermarkt nicht ausgeschlossen

Die Stimmen für ein Aus der Maskenpflicht im Lebensmittelhandel haben sich gehalten und zuletzt wieder gemehrt. Sie kamen und kommen von der Gewerkschaft, Wirtschaftskammer, Einzelhandelsketten, manchen Mitarbeitern und Kunden – und auch von Vertretern der großen Regierungspartei ÖVP. Zuständig ist das grün-geführte Gesundheitsministerium. Und dieses zeigt sich bei der Frage der Beibehaltung sehr zurückhaltend und lässt es offen, ob die Maskenpflicht auch im Sommer bleibt.

Nach letzten Ausführungen von Gesundheitsminister Johannes Rauch soll die FFP2-Maskenpflicht im Lebensmitteleinzelhandel zumindest bis 8. Juli bleiben, in anderen „Shopping“-Bereichen herrscht indes keine FFP2-Notwendigkeit mehr. „Die Maskenqual für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel und anderen Bereichen des täglichen Bedarfs muss jetzt beendet werden“, bekräftigte dieser Tage Wirtschaftskammer- und ÖVP-Wirtschaftsbundpräsident Harald Mahrer. Auch Stimmen aus dem Arbeitnehmerbund der ÖVP (ÖAAB), etwa aus Oberösterreich, gegen die Maskenpflicht in Supermärkten und bei Diskontern wurden aktuell laut. Der Handelsverband fordert ein Ende mit sofortiger Wirkung oder spätestens ab 1. Juni. Oft war von einer nötigen Rückkehr zu mehr Eigenverantwortung die Rede.

„Wir haben Verständnis für die Forderungen der Beschäftigten im Lebensmittelhandel und die laufende öffentliche Debatte. Gleichzeitig gibt es das berechtigte Interesse von Menschen mit besonders hohem Risiko, schwer an COVID zu erkranken, auf Schutzmaßnahmen“, hieß es nun aus dem Gesundheitsministerium auf APA-Anfrage, ob ein Aus oder eine Lockerung der FFP2-Pflicht aufgrund sinkender Fallzahlen und des Widerstands womöglich auch schon vor dem 8. Juli angedacht wird.

Wann eine Entscheidung über den 8. Juli hinaus fallen und kommuniziert werden könnte und ob künftig wieder leichtere Masken oder Tücher zur Bedeckung von Nase und Mund reichen könnten, ließ das Gesundheitsministerium offen. „Jedenfalls werden etwaige Lockerungen im Rahmen einer vernünftigen Gesamtbetrachtung der epidemiologischen Lage in Österreich erfolgen, in der alle relevanten Parameter wie Infektionszahlen, Auslastung der Spitäler und so weiter berücksichtigt werden“, hielt das Ministerium weiters fest.

Eine Evaluierung des gesamten epidemiologischen Geschehens und damit einhergehend der Maskenpflicht erfolge „laufend und ergebnisoffen“. Einschätzungen des Prognosekonsortiums, der Corona-Kommission und der Gecko-Kommission würden einfließen.

Video
Ich möchte eingebundene Social Media Inhalte sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) übertragen. Diese Einstellung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der Datenschutzerklärung oder unter dem Menüpunkt Cookies geändert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie ist Ihre Meinung?

Um Ihre Meinung zu posten, müssen Sie bei Facebook registriert und angemeldet sein.

Social Media Inhalt
Ich möchte eingebundene Social Media Inhalte sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) übertragen. Diese Einstellung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der Datenschutzerklärung oder unter dem Menüpunkt Cookies geändert werden.