Sonnberg Biofleisch: „Gläserner“ Schlachthof um 8,5 Millionen Euro

Ziele: Kapazitätserweiterung und höhere Qualität in Unterweißenbach

Transparenz ist für Bio-Fleischer Manfred Huber wesentlich: „Wir wollen keine touristische Besucherfrequenz am Schlachthof, aber interessierten Konsumenten geben wir gerne Einblick. Bio, das nach der Stalltür weitergeht, hat nichts zu verbergen.“
Transparenz ist für Bio-Fleischer Manfred Huber wesentlich: „Wir wollen keine touristische Besucherfrequenz am Schlachthof, aber interessierten Konsumenten geben wir gerne Einblick. Bio, das nach der Stalltür weitergeht, hat nichts zu verbergen.“ © Sonnberg

Mit einer Investition von 8,5 Millionen Euro baut Sonnberg Biofleisch seine Produktionskapazität in Unterweißenbach im Mühlviertel aus. Ein neuer, „gläserner“ Bio-Schlachthof nur für Rinder wird am 8. September offiziell eröffnet. Gleichzeitig erfolgt die Erweiterung der Bio-Wurstproduktion im Bereich der Klima- und Reiferäume.

Der bisherige Schlachthof in der Almstraße wird in weiterer Folge zum reinen Bio-Schweine-Schlachthof umgebaut, gab Geschäftsführer Manfred Huber bekannt, dem es auch um die Transparenz der Tierverwertung geht.

Huber: „Wir sind im Schlacht- und Zerlegebetrieb in der Almstraße an unsere Kapazitätsgrenze gestoßen.“ Der notwendige Neubau bot daher die Chance, noch höhere und zum Teil einzigartige Standards in der Behandlung der zur Schlachtbank geführten Tiere zu etablieren. Die Erweiterung sei auch Voraussetzung, dass sich Sonnberg Biofleisch bis zu einer Größenordnung von 30 Millionen Euro Umsatz weiterentwickeln könne. Hauptabnehmer der Bioprodukte sind die großen Handelsketten, die Gastronomie und die eigenen Sonnberg-Verkaufsstellen in Wien.

10.000 Bio-Schweine, 5000 Bio-Jungrinder, 600 Bio-Kälber, 600 Bio-Lämmer werden pro Jahr an den zwei Standorten in Unterweißenbach geschlachtet und verarbeitet. Der Umsatz des 85 Mitarbeiter zählenden Betriebs betrug im Geschäftsjahr 2018/2019 rund 20 Millionen Euro.

Wie ist Ihre Meinung?