Sonnenkinder zu Besuch

Die Eltern des Vereins „Sonnenkinder 21“ waren mit ihren Kindern, die Trisomie 21 haben, zu Gast in der Caritas-Schule am Salesianumweg in Linz. Rund 70 angehende Sozialbetreuer für Behindertenarbeit und -begleitung spielten, musizierten und turnten mit den Kindern.

V. l.: Schüler Hassan, Joachim Schnegl-berger mit seiner Tochter Lilly (6) und Direktorin Ingrid de Verrette © Caritas

Die Schüler bekamen auf diese Weise die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre mit den Eltern über den Alltag mit ihren Kindern zu plaudern und sich Tipps im Umgang zu holen.

Die praxisnahe Ausbildung ist in den Caritas-Schulen für Sozialbetreuungsberufe ein Schwerpunkt. „Den Aktionstag zu Trisomie 21 veranstalteten wir heuer schon zum dritten Mal. Dabei erleben die Schüler hautnah, dass die Eltern die Experten ihrer Kinder sind und die Begegnung und Kommunikation auf Augenhöhe erfolgt.

Schülerin Julia mit Dana (11) beim Schwimmen © Caritas

Eltern- und Angehörigenarbeit ist ein Teil der Ausbildungsschwerpunkte und soll eine gute Beziehungsbasis aller Beteiligten durch intensive und professionelle Zusammenarbeit ermöglichen“, erklärt Ingrid de Verrette, Direktorin der Caritas-Schule am Salesianumweg in Linz.

In der Praxis arbeiten die Schüler mit erwachsenen Menschen mit Trisomie. Der Bezug zur Kindheit fehlt meist. „Dabei ist die Biografie hier auch ganz besonders wichtig und bringt viele Erkenntnisse über den Menschen“, sagt Schulleiterin de Verrette. Aus Erfahrung weiß sie, dass Schüler in der Praxis eine Scheu davor haben, bei den Eltern nachzufragen. Der Tag bietet ihnen die Chance, in unbeschwerter Atmosphäre auch „unbequeme Fragen“ zu stellen.

„Die Eltern haben mit einer Offenheit von ihren Kindern erzählt, die beeindruckend war. Viele ihrer Probleme waren uns vorher nicht bewusst. Sie mussten viele Hürden überwinden, um beispielsweise einen geeigneten Schulplatz oder eine Frühförderung zu finden“, sagte eine Schülerin am Ende des Aktionstages.