Sparks: A Steady Drip, Drip, Drip

Wer die Extravaganz des US-Duos Sparks erfassen will, kann beim ersten Hit „This Town Ain’t Big Enough For Both Of Us“ beginnen und beim neuen Song „Stravinsky’s Only Hit“ aufhören.

Dazwischen liegt ein musikalisches Gesamtwerk aus fast 50 Jahren, das in seiner bunt schillernden Grandezza einmalig ist. Das bleibt auch auf dem neuen Album „A Steady Drip, Drip, Drip“ so.

Vom Glamrock der 70er-Jahre über Disco und Synthie-Pop bis zu kammermusikalischen Klängen — kaum ein Genre war vor den beiden Brüdern sicher, stets wurde aus dreistem Stil-Diebstahl virtuoser Pop in Reinkultur. „A Steady Drip, Drip, Drip“ ist das mittlerweile 24. Studioalbum der Sparks und zeigt, zu welchen Kabinettstückchen Multiinstrumentalist Ron Mael (74) und Sänger Russell Mael (71) immer noch in der Lage sind.

Erneut beweisen sie ihre große Stärke, aus überwiegend elektronischen Sounds, schrägen Texten („I’m Toast“, „Onomato Pia“) und theatralisch überdrehten Vocals allerfeinste Pop-Operetten zu basteln. Wie relevant und agil die Sparks auch nach fast fünf Pop-Dekaden noch sind, machen nicht nur die 14 neuen Lieder des Albumnachfolgers von „Hippopotamus“ (2017) deutlich.

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