Spendenkonto für in den USA inhaftierten Burschen

In der Gemeinde des 18-jährigen Mühlviertlers rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft — Unterstützung bei Kosten für Kaution, Anwalt, Reise

MITTERKIRCHEN/SARASOTA — Nach der Verhaftung eines 18-jährigen Mühlviertlers in Sarasota County im US-Bundesstaat Florida, ist in dessen Heimatgemeinde Mitterkirchen eine Welle der Hilfsbereitschaft angelaufen. Bürgermeister Herbert Froschauer hat inzwischen ein Spendenkonto eingerichtet. Mit den Geldern soll die Familie bei den Kosten für Kaution, Anwalt und die Reise zum Sohn unterstützt werden.
Der 18-Jährige war wie berichtet in die USA geflogen, um dort eine 15-jährige Internet-Bekanntschaft zu treffen. Das Mädchen, das sich als 16 ausgegeben haben soll, habe dem Mühlviertler vorab seitenlange Liebesbriefe geschrieben. Bei dem Besuch soll es dann zu einvernehmlichem Sex gekommen sein, was in Florida einen Verstoß gegen das Schutzalter von 16 Jahren bedeuten würde.

200.000 Dollar Kaution

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Nach Behördenangaben wurde für die Freilassung des Mitterkirchners eine Kaution in der Höhe von 200.000 US-Dollar (ca. 170.000 Euro) festgelegt. Am Wochenende hatte bereits Landeshauptmann Thomas Stelzer den Eltern Hilfe bei der Finanzierung zugesagt. Die österreichische Botschaft in Washington hat dem Burschen einen Rechtsanwalt vermittelt.
Wird die Kaution hinterlegt, kann der Mühlviertler zwar aus dem Gefängnis, muss aber vor Ort auf die erste Anhörung warten. Diese findet am 14. September statt. Ihm drohen im Falle einer Verurteilung mehrere Jahre Haft.