Ausgleich in 96. Minute! LASK vergab Sieg in Salzburg

Elf Pflichtspiele in Folge hatte Fußball-Bundesligist LASK gegen RB Salzburg auf einen Sieg gewartet, bis zur 96. Minute sah es danach aus, als würde diese Serie ein überraschendes Ende finden. Doch mit der letzten Aktion des Spiels retteten die Bullen ein 1:1 und behaupteten die Tabellenführung. Die Linzer brachten sich um den Lohn einer bärenstarken Leistung.

Nach drei sieglosen Spielen in Serie wollte der LASK wieder an die tollen Auftritte von Saisonbeginn anknüpfen. Trainer Dietmar Kühbauer beorderte dafür die zuletzt gesperrten Filip Stojkovic, Branko Jovicic und Marin Ljubicic zurück in die Startformation, was dem Spiel der Linzer merklich gut tat. Ebenso ersetzte Sascha Horvath den an der Hand leicht angeschlagenen Robert Zulj.

LASK mit viel Leidenschaft und taktischer Cleverness

Das Rezept der Athletiker war von Beginn an klar ersichtlich. Mit Jovicic, Peter Michorl und Horvath sowie Ljubicic, der sich im Anlaufen leicht zurückfallen ließ, versuchte man, die Salzburger Raute mannorientiert zuzustellen, während die Flügel Thomas Goiginger und Keito Nakamura die beiden Innenverteidiger anliefen. Damit gelang es den Gästen immer wieder, gute Ballgewinne und somit Umschaltmomente zu kreieren. Auch zwei gute Möglichkeiten sprangen heraus, Ljubicic (9.) und Goiginger (16.) scheiterten aber an RB-Keeper Philipp Köhn.

Die Bullen hatten sichtlich Mühe mit dem diszipliniert verteidigenden und leidenschaftlich kämpfenden LASK, der die Salzburger über weite Strecken vom eigenen Tor fernhalten konnte. Und wenn, dann war Goalie Alex Schlager zur Stelle, er parierte die Schüsse von Nicolas Seiwald (19.), Amar Dedic (31.) und Maurits Kjaergaard (40.) souverän, ein gefühlvoller Versuch von Noah Okafor aus der Distanz ging knapp übers Tor (36.).

Auch nach der Pause bot sich den 14.780 Zusehern ein ähnliches Bild. Der LASK agierte taktisch sehr clever, ließ den Bullen wenig Räume und lieferte den Salzburgern kaum Gelegenheit, hinter die Kette zu kommen. Selbst versuchte man, auch über den beweglichen Zielspieler Ljubicic und den umtriebigen Horvath immer wieder Nadelstiche nach vorne zu setzen.

Erst Latte, dann Führung

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Nur wenige Zentimeter zur Führung fehlten nach 63 Minuten, als Michorl einen Freistoß von der Seite an die Latte drehte. Zwölf Minuten vor Schluss brach der gut gefüllte und stimmungsvolle Gästesektor dann aber doch in Riesenjubel aus: Einen weiten Einwurf konnten die Mozartstädter nur kurz abwehren, Michorl bediente per Kopf Ljubicic, der mit seinem siebenten Saisontreffer zum nicht unverdienten 1:0 einschoss!

Folgenschwerer Fehlpass

Der Serienchampion war daraufhin freilich alles nach vorne, es fehlten aber die Ideen gegen die weiter mit viel Leidenschaft, Einsatz und Disziplin verteidigenden Linzer. Die beste Ausgleichschance hatte Joker Luka Sucic am Fuß, der den Ball aus wenigen Metern am Tor vorbeischob. Dazu scheiterte Dedic in der Nachspielzeit an Schlager, Koita traf nur das Außennetz. Dann die folgenschwere Szene: Eigentlich schien der Ball geklärt, doch Ljubicic unterlief am eigenen Sechzehner ein schlimmer Fehlpass und Oumar Solet schob zum 1:1 ein. So bitter fühlte sich wohl selten ein Unentschieden in Salzburg an!

Von Christoph Gaigg aus Salzburg

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