Austria Wien mit Rumpftruppe im Formtest gegen Sturm

Austria-Coach Manfred Schmid plagen Personalsorgen © APA/ERWIN SCHERIAU

Austria Wien empfängt in der 10. Runde der Fußball-Bundesliga am Sonntag Sturm Graz zum Formtest für die jeweils anstehenden Europacup-Mammutaufgaben. In der vergangenen Saison feierten die „Veilchen“ zwei Heimsiege gegen die Steirer, am Sonntag (17.00 Uhr) sind sie aber stark ersatzgeschwächt und könnten nur 16 Feldspieler zur Verfügung haben. Der TSV Hartberg empfängt Austria Klagenfurt. Schlusslicht Altach ist im Kellerduell zu Gast bei der SV Ried (jeweils 14.30 Uhr).

Sturm Graz hat am Donnerstag in der Europa League Lazio Rom zu Gast, die Austria spielt in Spanien in der Conference League gegen Villarreal. Dass vier Tage davor ein heimischer Gradmesser ansteht, kommt gelegen. Die nationalen Formkurven passen: Sturm ist seit vier Partien ungeschlagen und hat drei davon gewonnen, die Austria steht bei vier Siegen in sechs Runden ohne Niederlage. Das Duell des Dritten Sturm mit dem sechs Zähler dahinter liegenden Vierten in Wien-Favoriten findet zudem vor ausverkauftem Haus statt.

Die „Veilchen“ plagen jedoch weiter Verletzungssorgen. Martins, Huskovic, Tabakovic und Kuometio verlängerten zuletzt die Liste der angeschlagenen Spieler. Von den bereits Verletzten kehrt keiner retour. Manfred Schmid stehen aktuell 16 Feldspieler zur Verfügung. Improvisation ist angesagt. „Alle im Kader haben die Berechtigung, zu spielen. Es hat auch letzte Saison den einen oder anderen gegeben, mit dem man nicht gerechnet hat“, wollte der Austria-Trainer aber keine Sorgen aufkommen lassen. Entscheidend sei, dass „die Gruppe funktioniert“.

Und zu Sturm erläuterte Schmid: „Da kommt ein Gegner, der wieder eine richtig starke Saison spielt. Sie wirken sehr gefestigt, da kann man Trainer Ilzer und Andreas Schicker nur gratulieren.“ Besagter Schicker gab die Gratulationen gern zurück. „Die Austria hatte gute, gezielte Transfers im Sommer, hat sich sportlich sehr gut entwickelt. Sie spielen einen sehr aktiven Fußball“, meinte Sturms Sportchef. Laut Bundesliga-Angaben treffen jene Mannschaften aufeinander, die ihre Pressinglinien am weitesten vom eigenen Gehäuse entfernt starten. Sturm (43,8 m) hat in dieser Statistik Platz eins vor der Austria (42,6) inne.

In einer viel prominenteren Statistik führt derzeit Markus Pink. Der Kapitän von Austria Klagenfurt steht nach sieben Toren in neun Spielen überraschend an der Spitze der Torschützenliste, das soll auch nach dem Duell beim TSV Hartberg so bleiben. „Das ist eine schöne Momentaufnahme, die mich stolz macht“, sagte der 31-jährige Stürmer. Mit zwei Treffern im Kärntner-Derby beim WAC (4:3) sowie einem Dreierpack zuletzt in Altach (4:1) ist Pink derzeit der Sieggarant der Elf von Peter Pacult, die mit elf Punkten im dicht gepackten Tabellenmittelfeld auf Platz sieben rangiert. Pink hob vor der Partie in Hartberg aber auch seine Mitspieler hervor, mit denen die Chemie derzeit stimmt. „Ich bin einfach froh, ein Teil dieser geilen Truppe zu sein“, sagte er.

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Das Kellerderby der 10. Runde der Bundesliga zwischen dem Tabellenvorletzten Ried und Schlusslicht Altach verspricht weniger hochklassigen Fußball denn viel Spannung. Beide halten bei je fünf Punkten, die Saison gestaltet sich noch zäher als erwartet. „Wir sind momentan in einer schwierigen Phase“, gab Ried-Trainer Christian Heinle zu. Für ihn selbst wird die Luft immer dünner, auch wenn er zuletzt Rückhalt durch Sportchef Thomas Reifeltshammer bekam.

Miroslav Klose sitzt bei Altach scheinbar vergleichsweise fest im Sattel. Der deutsche Ex-Weltmeister steht nach zuletzt fünf Niederlagen in sechs Spielen mit nur einem Punkt aber auch etwas ratlos da. „Ich habe schon gedacht, dass ich meine Art Fußballspielen zu lassen, schneller in die Mannschaft einbringen kann. Dass es so lange dauert, davon bin ich nicht ausgegangen“, verriet er vor wenigen Tagen, gab sich aber weiterhin optimistisch. „Ich bin immer noch felsenfest davon überzeugt, dass wir die Schritte machen werden.“

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