Austria nur 1:1 gegen Lustenau – 0:0 zwischen Linz und WAC

Ein Elfmetertor von Fitz (re.) war für die Austria zu wenig © APA/GEORG HOCHMUTH

Die Wiener Austria hat den ersten Sieg in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga verpasst. Die „Veilchen“ kamen am Samstag zuhause nicht über ein 1:1-(0:0)-Unentschieden gegen Schlusslicht Austria Lustenau hinaus und teilten zum dritten Mal in Serie die Punkte. Dominik Fitz (58.) sowie Lukas Fridrikas (77.) trafen jeweils per Elfmeter. Der WAC verpasste mit einem torlosen Remis bei Blau-Weiß Linz den Sprung an die Spitze der Qualigruppe.

Ein Punkt beträgt der Rückstand der Kärntner (18) auf die Austria (19). Dahinter rangieren Altach, Blau-Weiß Linz und die WSG Tirol mit je 12 Zählern fünf vor Schlusslicht Lustenau. Altach und die WSG Tirol trennten sich bereits am Freitag torlos. Acht der bisher neun absolvierten Spiele der Qualifikationsgruppe endeten Remis. Insgesamt fielen lediglich neun Treffer.

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Austria-Trainer Michael Wimmer hatte die Lustenauer als eine „Nuss“, die es erst zu knacken gelte, angekündigt. So kam es auch. Die Gäste igelten sich im 5-3-2 ein und überließen Violett bereitwillig den Ball. Die Hausherren nutzen phasenweise 80 Prozent Ballbesitz zu zahlreichen Abschlüssen, wenngleich die wenigsten klare Torchancen waren.

Um das Geschehen möglicherweise früh in klare Bahnen zu lenken, fehlten bei einem Stangen-Köpfler von Andreas Gruber in der 17. Minute nur Zentimeter. Reinhold Ranftl bediente den im Fünfer frei aufsteigenden Stürmer mit einer Maßflanke. Nach einem Torreigen zum Saisonbeginn hat Gruber seit November nur noch ein Mal getroffen.

Manfred Fischer hatte sich zuvor mit einem Distanzschuss neben das Kreuzeck angenähert (13.), der violette Kapitän vergab vor der Halbzeit aber zweimal kläglich (38./Kopf, 45./mit Rücklage). Zudem war ein Ausflug von Domenik Schierl erfolgreich, Lustenaus Goalie war gerade noch vor dem in die „Gasse“ geschickten Muharem Huskovic am Ball (26.).

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Der Sportclub, der im Abstiegskampf immer dringender Punkte braucht, verströmte nicht einmal durch Konter Gefahr. Meist war die Kugel unmittelbar nach ihrer Eroberung schon wieder weg. Zur Halbzeit hatte Grün-Weiß lediglich 53 Pässe in der gegnerische Hälfte gespielt und in Luca Meisl eine weitere Defensivkraft verloren. Der Innenverteidiger zog sich bei einem Foul an Fitz laut Erstdiagnose einen Kreuzbandriss zu und wurde von Fabian Gmeiner ersetzt (30.).

Ein Elfmeter schien den Favoriten auf Dreier-Kurs zu bringen. Der Brasilianer Chato stützte sich im Luftduell mit Reinhold Ranftl auf, was Schiedsrichter Stefan Ebner zunächst durchgingen ließ. Nach VAR-Intervention revidierte er aber seine Entscheidung. Fitz verlud Schierl souverän. Der Goalie entschied sich gegen die Signale von der Trainerbank, die heftig gestikulierend zu einem Abflug ins rechte Eck geraten hatte.

Die Wiener verpassten es mit Halbchancen das 2:0 nachzulegen, und so jubelten nach einem Dreifachwechsel die Gäste. Der kurz zuvor eingewechselte Romeo Vucic hatte nur Augen für den Ball und brachte Fridrikas im Strafraum zu Fall. Der Gefoulte nutzte das Geschenk zum Ausgleich aus dem Nichts (77.). Die „Veilchen“ schienen im Anschluss konsterniert – und konnten im ausgeglichenen Finish nicht mehr zusetzen. Nach Schlusspfiff reagierten Teile der 11.242 Fans mit Pfiffen.

Im Abendspiel ließ dann der WAC die Gelegenheit auf die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe ungenützt. Dabei dominierte der WAC die flotte Anfangsphase klar, hatte durch Thierno Ballo auch eine Halbchance, die aber Beute von BW-Goalie Nicolas Schmid wurde (5.). Die Hausherren arbeiteten sich danach etwas besser in eine Partie, die danach lange kaum Nennenswertes bot. Während die Linzer Defensive den Kärntnern wenig anbot, vermochte BW die wenigen Umschaltmomente nicht zu nutzen.

Vor der Pause nahm das Geschehen noch einmal etwas Fahrt auf. Nach einem der seltenen Vorträge der Linzer bei einem vermeintlichen Handspiel von WAC-Akteur Jonathan Scherzer schlug der Elferalarm an, wurde aber nicht gehört (40.). Auf der anderen Seite prallte ein Ballo-Köpfler von der Stange zurück (42.).

Mehr Aktion wurde in den zweiten 45 Minuten geboten, der Zug zum Tor nahm auf beiden Seiten Fahrt auf. Nach gut einer Stunde vergab Ronivaldo alleinstehend per Kopf die bis dahin größte Gelegenheit, der Ball ging klar am Tor vorbei (61.). Auch Julian Gölles (69.) und Simon Seidl (72.) ließen es köpfelnd an Präzision vermissen, der WAC klopfte durch Sandro Altunashvili wenig später an der Innenstange an (63.).

Im Finish waren die Linzer dem Sieg näher. Ein Gölles-Weitschuss zischte nur hauchdünn am langen Eck vorbei (85.), Joker Kristijan Dobras scheiterte per Kopf. Auch sie konnten das vierte BW-Spiel ohne Treffer in Folge letztlich nicht verhindern.

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