Batterien wieder aufgeladen: Blau-Weiß könnte Rapid überholen

Linzer hatten in der Pause fünf Tage frei, Rapid setzt auf Trainereffekt

Manuel Maranda (r.) und Blau-Weiß Linz wollen am Sonntag dem SK Rapid mit Ex-Teamkollege Matthias Seidl (l.) ein Bein stellen.
Manuel Maranda (r.) und Blau-Weiß Linz wollen am Sonntag dem SK Rapid mit Ex-Teamkollege Matthias Seidl (l.) ein Bein stellen. © APA/EXPA/Eisenbauer

Nach der 0:5-Heimklatsche am 4. Spieltag gegen SK Rapid sprachen viele Blau-Weiß Linz die Bundesligatauglichkeit ab. Doch der Aufsteiger schaffte die „Akklimatisierung“ und vor dem zweiten Saisonduell in Hütteldorf am Sonntag (17) sieht die Fußball-Welt plötzlich ganz anders aus. Denn mit der nächsten Sensation nach den Siegen über Salzburg und den LASK würden die neuntplatzierten Linzer den Rekordmeister sogar überholen.

Linz-Duo fehlt

Der nächste Coup soll vor allem dank freiem Kopf gelingen. „Wichtig ist die geistige Frische. Wir haben fünf Tage freigegeben und die Mannschaft ist am Mittwoch richtig gut zurückgekommen“, erzählte Trainer Gerald Scheiblehner, der im Gegensatz zur Woche nach dem Derbysieg wieder die Trainingsinhalte vorgab. „Ich denke, das ist auch besser so“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Weniger lustig sin die Ausfälle des verletzten Alem Pasic und des gelb-gesperrten Simon Pirkl. Wobei Ersterer sinnbildlich für jene Energie und jenen Wille, welche sich bei den Stahlstädtern entwickelt haben, steht. Der 26-Jährige erlitt gegen den LASK in Hälfte eins einen doppelten Bänderriss im Knöchel, spielte trotzdem bis zur 70. Minute.

Ein solch bedingungsloser Einsatz wird auch gegen Rapid vonnöten sein. Denn trotz Krise herrscht mit Neo-Trainer Robert Klauß grün-weiße Aufbruchsstimmung.

„Die Idee, die im Kopf ist, ist ein Heimsieg“, meinte der 38-jährige Deutsche bei seiner ersten Spieltags-PK. Seit Mittwoch, eineinhalb Tage nach seiner Präsentation, habe er Blau-Weiß analysiert. „Die sind sehr gut im Umschalten, stehen sehr kompakt und tief, haben gute Abläufe“, bemerkte Klauß. Und erwartet Scheiblehner einen „Trainereffekt“? „Ich glaube nicht an die ganz großen Veränderungen“, meinte er. „Wir müssen aber vor und im Spiel sehr aufmerksam sein und schnell eine Lösung haben.“

Von Tobias Hörtenhuber

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