Der LASK liegt wieder auf Kurs

Positives Fazit nach dem Bundesliga-Herbst

Der Japaner Keito Nakamura war einer der überragenden Protagonisten in der Herbstsaison des LASK.
Der Japaner Keito Nakamura war einer der überragenden Protagonisten in der Herbstsaison des LASK. © APA/EXPA/Eisenbauer

Zweitbeste Offensive, viertbeste Abwehr und Platz drei — die nackten Zahlen des LASK in der Herbstsaison der Fußball-Bundesliga können sich sehen lassen. Zumal im Vorjahr nach 16 Runden noch der vorletzte Platz zu Buche gestanden war.

„Man ist nie zufrieden. Aber man muss auch sehen, wo man letztes Jahr gestanden ist. Dazu hatten wir auch eine Thematik mit Verletzten. Die Mannschaft hat es gut gemacht, wir sind auf Kurs“, bilanzierte Trainer Dietmar Kühbauer. Das fiel auf:

Starker Start: Die erste Hälfte des Herbstes war überragend, erst in Runde neun kassierte der LASK die erste Niederlage.

Topteams bezwungen: Speziell gegen die Topteams überzeugten die Linzer, waren taktisch sehr gut eingestellt. Sturm und Rapid fügte man jeweils eine Niederlage zu, gegen Salzburg fehlten nur Sekunden.

Stabilität: Insgesamt hat Kühbauer die Mannschaft stabilisiert, durch die adaptierte Spielanlage ist die Anfälligkeit bei Kontern und Bällen hinter die Abwehr wesentlich geringer.

Neuzugänge: Vor allem Ziereis, Stojkovic und Ljubicic erwiesen sich rasch als Leistungsträger, auch Zulj gehört mittlerweile dazu. Einzig Koulouris war bislang kein Faktor.

Offensive: Mit Nakamura, Goiginger, Zulj, Horvath und Ljubicic verfügt der LASK über eine top Offensivreihe, die viel Torgefahr erzeugt.

Fehleranfälligkeit: Nur einmal (beim 1:0 in Graz) spielte der LASK zu null, durch Fehler (des Öfteren über die linke Abwehrseite) brachte man sich um einige Punkte.

Führungen verspielt: Sieben Mal verspielten die Linzer eine Führung — auch, weil es teils nicht gelang, nachzulegen und sich ab und an Phasen der Inaktivität einschlichen. „Wir haben einige Punkte hergeschenkt“, meinte Rene Renner.

Zweite Saisonhälfte: In den zweiten acht Runden im Herbst gelangen nur noch neun Punkte nach zuvor 18 Zählern.

Kaderbreite: Kühbauer konnte zuletzt auch durch mehrere Ausfälle von der Bank kaum entscheidend nachlegen. „Wir sind da nicht breit genug aufgestellt“, sagte der Coach, der sich im Winter deshalb den einen oder anderen Neuzugang wünschen würde.

Fazit: Der LASK spielte eine starke Herbstsaison und gehört wieder zu den Topteams der Liga, könnte aber sogar ein paar Punkte mehr am Konto haben.

Von Christoph Gaigg

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