Ein Wettlauf gegen die Zeit

Nach Schulter-OP kämpft Julian Wagner um Start beim Comeback der Jännerrallye

Im „Winterwonderland“ von 2019 raste Julian Wagner zum Sieg bei der Jännerrallye, diesmal kämpft er nach einer Verletzung noch um einen Start mit Co-Pilotin Hanna Ostlender.
Im „Winterwonderland“ von 2019 raste Julian Wagner zum Sieg bei der Jännerrallye, diesmal kämpft er nach einer Verletzung noch um einen Start mit Co-Pilotin Hanna Ostlender. © vo/Illmer

Am Freitag, 25.11., ist erster Nennschluss, Anfang Dezember werden Vorverkaufsstellen bekanntgegeben und die Strecke vorgestellt — der Countdown zum Comeback der Jännerrallye, die in den letzten beiden Jahren dem Coronavirus zum Opfer fiel, läuft.

Während die heimischen Topstars um Staatsmeister Simon Wagner, Herausforderer Hermann Neubauer und Rückkehrer Raimund Baumschlager mit Sicherheit von 5. bis 7. Jänner Raum Freistadt Gas geben werden, droht Simons Bruder Julian die Zeit davonzulaufen.

Training mit halbem Kilo

Die Nennung hat der 27-Jährige diese Woche als „Zusatz-Motivation“ bereits abgegeben, ein Unfall Ende September in Belgien und die darauffolgende OP an der linken Schulter machen den Start allerdings zum Wettlauf mit der Zeit.

„Ein sehr knappes Ziel“, gestand Wagner. Aber eines, für das der regierende 2WD-Champion sehr hart arbeitet. Neben zwei Mal Physio und einer Massage pro Woche absolviert er drei bis vier Mal am Tag 30 bis 45 Minuten Kraftübungen. „Ich versuche auch in der Arbeit immer wieder Zeitlücken zu finden.“ Wie mühsam der Weg zurück ist, zeigt der Umstand, dass Wagner derzeit wegen des Verlusts der Muskeln nur mit einem Gewicht von einem halben Kilo trainieren kann. „Die Reha ist zach.“

Doch mit den Bildern vom Triumph 2019 im Hinterkopf will es der Mühlviertler schaffen — und wenn möglich auch ein Comeback in der Königsklasse, der RC2, geben. „Wir wollen wieder einen Allrad-Skoda mieten, suchen aber noch Sponsoren“, verriet Wagner, der mit Hanna Ostlender eine „Jänner-Debütantin“ als Beifahrerin hat. Plan B sei ein Antreten eine Klasse tiefer.

So oder so — auch wenn der Mühlviertler den Fitness-Check für die Rennlizenz Ende Dezember bestehen sollte, es wird ein Kaltstart. Die Rückkehr ins Auto erfolgt erst beim Shakedown im Mühlviertel. „Vorne mitfahren wird schwierig, wir wollen Spaß haben.“

Elektro-Power

Den möchte auch Philipp Kreisel, der im Firmen-eigenen Elektro-Skoda am Start steht, haben.

Von Tobias Hörtenhuber

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