Espernberger als Vierter souverän ins Delfin-WM-Finale

Espernberger darf von einer WM-Medaille träumen © APA/AFP/SEBASTIEN BOZON

Martin Espernberger kämpft bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Doha über 200 m Delfin um die Medaillen mit. Der Oberösterreicher schlug am Dienstag im Semifinale nach 1:55,40 Minuten an und zog mit der viertschnellsten Zeit souverän in den Endlauf am Mittwoch ein. Für Bernhard Reitshammer blieb der Traum vom Finale über 50 Meter Brust hingegen unerfüllt, der Tiroler kam in seinem Semifinale mit 27,30 Sekunden über Rang acht nicht hinaus und wurde Gesamt-15.

Schon im Vorlauf war für zwei andere OSV-Teilnehmer Endstation. Felix Auböck schied über 800 m Kraul in 7:57,63 Min. als nur 26. aus, Iris Julia Berger über 200 m Kraul in 2:00,20 als 20.

Espernberger hatte schon am Vormittag im Vorlauf als Viertschnellster mit einer Zeit von 1:56,26 Min. aufgezeigt und konnte sich in der Folge noch einmal steigern. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Jetzt geht es noch weiter“, sagte der US-Student. Die 200 Meter Delfin seien natürlich anstrengend. „Ich habe aber schon noch Reserven für das Finale“, gab sich der OSV-Schwimmer optimistisch. Auf seine persönliche Bestzeit fehle ihm knapp eine Sekunde. Die zu knacken wie auch den österreichischen Rekord von Dinko Jukic (1:54,35 Min.) zu unterbieten seien die ambitionierten Ziele.

„Eine WM-Medaille ist für jeden, der ins Finale kommt, ein Traum. Aber man schwimmt halt gegen sieben andere Leute, und dann wird das schon schwierig“, verlautete Espernberger, der zum bereits vierten Mal unter dem Olympialimit blieb. Seine WM-Finalpremiere gibt er am Mittwoch um 17.53 Uhr (live ORF Sport +). Dort nicht mehr dabei ist mit dem Polen Krzysztof Chmielewski der Semifinalschnellste, der nach einer Disqualifikation aus der Wertung genommen wurde.

Reitshammer blieb nach den olympischen Distanzen 100 m Brust und 100 m Rücken auch über 50 m Brust hinter den Erwartungen zurück. „Es ist schon schade. Logisch, dass man vorne mitschwimmen will. Wenn das nicht funktioniert, dann ist es nicht das, was man sich bei der WM erwartet hat“, resümierte der Tiroler. 25 Hundertstelsekunden fehlten ihm auf die Final-Qualifikation, nachdem er ins Semifinale als Vorlauf-14. (27,47 Sek.) gekommen war.

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Am Samstag ist er auch noch über die 50 m Rücken am Start: „Der Vorlauf ist auch als Belastungstraining für die Staffel am Sonntag gedacht. Da liegt jetzt auch mein Hauptfokus. Wir haben gute Chancen und hoffen, dass wir das Olympiaticket lösen können.“

Auböck blieb rund zwölf Sekunden über seinem österreichischen Rekord. Über 800 m war er bei Olympia 2021 Finalsiebenter geworden, nun fehlten ihm mehr als zehn Sekunden auf den Finaleinzug. Damit gab es in Katar die dritte Enttäuschung für den 27-Jährigen, nachdem er über 400 m Kraul abgeschlagen Finalletzter und über 200 m Kraul Letzter des Semifinales geworden war. „Das war alles nicht so, wie ich mir das erhofft habe. Es hat ganz gut begonnen, aber irgendwas hat nicht funktioniert.“

Über den 800er sei er „nie wirklich ins Renntempo gekommen.“ Er wolle nun nicht die WM einfach vergessen, sondern herausfinden, was der Fehler in der Vorbereitung gewesen sei. „Weil das so klar daneben ist, dass ein großer Fehler passiert sein muss“, sagte Auböck. „Ich habe das aber schon so oft durchgemacht, und ich weiß, dass ich wieder stark zurückkommen kann. Natürlich ärgert mich das, aber verzweifelt bin ich nicht. Lehren daraus ziehen und bei der EM und bei Olympia dann besser machen.“

WM-Debütantin Berger markierte in 2:00,20 Min. persönliche Bestzeit, durfte damit also zufrieden sein. Von der Platzierung her hätte sie aber mit dem Semifinale der Top 16 spekuliert, darauf fehlten rund acht Zehntel. „Beim nächsten Mal dann. Ich habe meine Leistung auf jeden Fall bestätigt“, erklärte Berger. „Für die Staffel kann das noch pushen. Das Feeling bei der WM ist ganz anders als bei anderen Wettkämpfen. Ich bin zufrieden und glücklich.“

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